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Arbeitsrecht | 15.12.2017

Arbeits­vertrag

BAG: Befristung des Arbeitsvertrags bei überwiegend künstlerischer Tätigkeit rechtmäßig

Theater darf als Arbeitgeber nicht in Kunst­freiheit eingeschränkt werden

(Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 13.12.2017, Az. 7 AZR 369/16)

Um einen Arbeits­vertrag zu befristen, brauchen Arbeitgeber in der Regel einen guten Grund. Einer dieser Gründe kann eine überwiegend künstlerische Tätigkeit sein. Diese muss dann allerdings auch ausdrücklich im Arbeits­vertrag stehen. Das geht aus einem Urteil des Bundes­arbeits­gerichts hervor (Az.: 7 AZR 369/16).

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Klage gegen Befristung des Arbeitsvertrages

Klägerin in dem zugrunde liegenden Fall war eine Masken­bildnerin, die an einem Theater beschäftigt war - allerdings nur befristet bis Ende August 2014. Ein gutes Jahr vorher teilte das Theater der Frau mit, dass ihr Vertrag nicht verlängert wird. Daraufhin zog sie gegen die Befristung vor Gericht, hatte aber keinen Erfolg.

Grund der Befristung kann sogenannte Eigenart der Tätigkeit sein

Laut Teilzeit- und Befristungs­gesetz gibt es mehrere mögliche Gründe für eine Befristung. Einer davon ist die sogenannte Eigenart der Tätigkeit. Die sah das Gericht hier als gegeben an: Denn laut Arbeits­vertrag war die Masken­bildnerin überwiegend künstlerisch tätig und die Ausübung von Kunst ist laut Grundgesetz frei.

Das Theater als Arbeitgeber darf in seiner Kunst­freiheit also nicht eingeschränkt werden, deshalb darf es den Vertrag auch befristen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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