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Arbeitsrecht und Schadensersatzrecht | 15.06.2018

Stellen­aus­schreibung

BAG: Nicht jede Stellen­anzeige ist diskriminierend

Anforderung „sehr gutes Deutsch“ stellt keine Diskriminierung dar

(Bundesarbeitsgericht , Urteil vom 23.11.2017, Az. 8 AZR 372/16)

Fühlt sich ein Bewerber in einer Stellen­aus­schreibung diskriminiert, kann er eine Entschädigung von dem Unternehmen verlangen. Denn Arbeitgeber müssen bei der Jobvergabe den Grundsatz der Gleich­behandlung beachten. Allerdings gibt es dabei Grenzen.

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Arbeitgeber dürfen Bewerber nicht benachteiligen - etwa aufgrund ihrer ethnischen Herkunft. Sonst haben Betroffene unter Umständen Anspruch auf eine Entschädigung. Sind in einer Stellen­aus­schreibung gute Deutsch- und Englisch­kenntnisse gefordert, handelt es sich jedoch nicht um eine derartige Diskriminierung. Das hat das Bundes­arbeits­gericht entschieden (Az.: 8 AZR 372/16).

Klägerin glaubt an Benachteiligung wegen ethnischer Herkunft

In dem Fall hatte sich eine Frau russischer Herkunft bei einem Unternehmen beworben - es ging um eine Software­entwicklung für die Schifffahrt. In der Anzeige setzte das Unternehmen unter anderem „sehr gute Deutsch- und Englisch­kenntnisse in Wort und Schrift“ voraus. Die Bewerberin erhielt per E-Mail eine Absage. Daraufhin klagte sie, weil sie sich unter anderem wegen ihrer ethnischen Herkunft benachteiligt fühlte. Dem Unternehmen zufolge fehlte der Frau jedoch die objektive Eignung für die ausgeschriebene Stelle.

Kein Anspruch auf Schadensersatz wegen Diskriminierung

Das Gericht argumentierte, dies sei zwar kein Grund, eine solche Klage abzuweisen. Denn die objektive Eignung sei keine Voraussetzung für einen Anspruch auf Schaden­ersatz. Doch aus Sicht des Gerichs sei im Text der Stellen­anzeige keine Diskriminierung ersichtlich. Zumal die Anforderungen etwa nach guten Sprach­kenntnissen nicht ausreichen, um eine Bevorzugung einer bestimmten Ethnie beziehungs­weise eine Benachteiligung einer anderer zu bewirken. Das Unternehmen musste der Frau keine Entschädigung zahlen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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