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Steuerrecht | 05.06.2018

Wert­guthaben­konto

BFH: Gehalts­umwandlung für Ruhestand muss nicht sofort versteuert werden

Steuern für Wert­guthaben­konto werden erst in der Auszahlungs­phase fällig

(Bundesfinanzhof, Urteil vom 22.02.2018, Az. VI R 17/16)

Es ist eigentlich keine Streitfrage: Arbeitslohn unterliegt der Steuer­pflicht. Aber gilt das auch, wenn der Lohn auf ein Guthaben­konto für den vorzeitigen Ruhestand fließt?

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Arbeitslohn unterliegt nur dann der Lohnsteuer, wenn er dem Arbeit­nehmer auch tatsächlich zugeflossen ist. Wird der Lohn hingegen auf ein Wert­guthaben­konto zur Finanzierung eines vorzeitigen Ruhestands eingezahlt, werden Steuern in der Regel erst in der der Auszahlungs­phase fällig. Nach einer veröffentlichten Entscheidung des Bundes­finanz­hofs gilt dies auch für Fremd-Geschäfts­führer einer GmbH (Bundesfinanzhof, Urteil vom 22.02.2018, Az. VI R 17/16).

Finanzamt fordert Lohnsteuer für Wertguthaben nach

In dem verhandelten Fall war der Kläger Geschäfts­führer einer GmbH, an der er nicht beteiligt war. Er schloss mit seiner Arbeitgeberin eine Wert­guthaben­vereinbarung. Dabei verzichtete er auf die Auszahlung laufender Bezüge in Höhe von monatlich 6.000 Euro. Das Geld sollte ihm erst in der späteren Freistellungs­phase ausgezahlt werden. Die GmbH unterwarf die Zuführungen zu dem Wert­guthaben des Klägers nicht dem Lohnsteuer­abzug. Das Finanzamt forderte die Lohnsteuer aber nach. Das Finanz­gericht gab der Klage statt.

BFH: Nur zugeflossener Lohn muss versteuert werden

Nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs unterliegt nur zugeflossener Arbeitslohn der Einkommen­steuer und dem Lohnsteuer­abzug. Der Kläger habe von der GmbH keine Aus­zahlungen erhalten und habe nach der abgeschlossenen Wert­guthaben­vereinbarung über die Gutschriften auch nicht verfügen können. Vielmehr habe der Kläger mit der Vereinbarung nur auf die Auszahlung eines Teils seines Barlohns zugunsten einer Zahlung in der Freistellungs­phase verzichtet.

Regelung gilt auch für Fremd-Geschäftsführer einer Kapitalgesellschaft

Entgegen der Auffassung der Finanz­verwaltung gilt dies auch für Fremd-Geschäfts­führer einer Kapital­gesellschaft. Diese seien wie alle anderen Arbeit­nehmer zu behandeln. Die bloße Organ­stellung als Geschäfts­führer sei für den Zufluss von Arbeitslohn ohne Bedeutung.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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