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Steuerrecht | 13.01.2020

Spekulations­steuer

BFH: Keine Spekulations­steuer trotz Zwischen­vermietung

Entscheidend für die Steuer­befreiung ist die Nutzung der Immobilie in den Vorjahren des Verkaufs

(Bundesfinanzhof, Urteil vom 03.09.2019, Az. IX R 10/19)

Wer ein Haus verkauft, muss auf den Erlös normalerweise Steuern zahlen. Ausnahmen gibt es etwa, wenn das Haus selbst genutzt wurde. Doch auch Vermieter können sich auf ein Urteil berufen.

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Immobilien­besitzer, die ihr selbst genutztes Haus verkaufen, müssen den Gewinn nicht versteuern. Das gilt auch dann, wenn das Haus vor dem Verkauf ein paar Monate vermietet war, entschied der Bundes­finanz­hof. „Entscheidend ist aber die Nutzung in den Vorjahren des Verkaufs“, erklärt Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler.

Verkaufen Eigentümer ihr Haus oder ihre Wohnung, fällt darauf grund­sätzlich die Einkommen­steuer an. Ausnahmen gibt es, wenn seit dem Kauf zehn Jahre vergangen sind oder die Immobilie zumindest im Jahr der Veräußerung und den beiden vorangegangenen Jahren nur zu eigenen Wohnzwecken genutzt worden ist.

Finanzamt: Keine Steuerfreiheit bei Vermietung vor Verkauf

Im verhandelten Fall hatte der Kläger im Jahr 2006 eine Eigentums­wohnung erworben und diese bis April 2014 durchgehend zu eigenen Wohnzwecken genutzt. Von Mai 2014 bis zum Verkauf der Wohnung im Dezember 2014 vermietete er die Wohnung. Das Finanzamt ermittelte im Jahr des Verkaufs einen steuer­pflichtigen Veräußerungs­gewinn - denn die Steuer­befreiung gelte nur für selbst genutzte Immobilien, so die Argumentation des Finanzamtes.

BFH: Lediglich im Vorjahr des Verkaufs muss die Immobilie durchgehend selbst genutzt werden

Der Bundes­finanz­hof entschied im Sinne des Klägers. Lediglich im Vorjahr des Verkaufs muss die Immobilie demnach durchgehend selbst genutzt worden sein. Für das zweite Vorjahr und das Verkaufs­jahr genügt es, wenn der Kläger die Wohnung zumindest einen Tag selbst bewohnte, so die Richter (Az.: IX R 10/19).

Für nachteilige Einkommensteuerbescheide kann Einspruch eingelegt werden

„Immobilien­verkäufer können sich auf das Urteil berufen, wenn das Finanzamt beim Verkauf einer selbst genutzten Immobilie, die nur kurzzeitig im Verkaufs­jahr vermietet wurde, einen steuer­pflichtigen Veräußerungs­erlös feststellt“, so Isabel Klocke. In diesem Fall kann Einspruch gegen den Steuer­bescheid eingelegt werden. Zur Begründung sollte das Akten­zeichen des Urteils genannt werden.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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