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Familienrecht | 20.04.2018

Kindergeld­anspruch

BFH: Keine Ver­längerung des Kindergeld­anspruchs wegen Dienst im Katastrophen­schutz

Dienst im Katastrophen­schutz ist kein Vollzeit­dienst und kann neben der Ausbildung ausgeübt werden

(Bundesfinanzhof, Urteil vom 19.10.2017, Az. III R 8/17)

Der Kindergeld­anspruch endet nicht mit der Volljährigkeit der Kinder. Maximal bis zur Vollendung des 25. Lebens­jahres wird das Geld gezahlt, wenn das Kind eine Ausbildung macht. Was aber, wenn sich die Ausbildung durch einen Dienst im Katastrophen­schutz verzögert?

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Kindergeld kann bis zur Vollendung des 25.Lebens­jahres gezahlt werden. Die Voraussetzung: Das Kind befindet sich in einer Ausbildung. Kann es diese erst später abschließen, weil es sich für einen mehrjährigen Dienst im Katastrophen­schutz verpflichtet hat und deshalb vom Wehrdienst freigestellt wurde, verlängert sich der Kindergeld­anspruch nicht. Das hat der Bundes­finanz­hof in einem veröffentlichten Urteil entschieden (Bundesfinanzhof, Urteil vom 19.10.2017, Az. III R 8/17).

Familienkasse stellt Zahlung des Kindergeld mit Vollendung 25. Lebensjahres ein

In dem zugrunde liegenden Fall absolvierte der im November 1987 geborene Sohn des Klägers ein Medizin­studium, das er 2013 kurz vor Vollendung des 26. Lebens­jahres abschloss. Im Jahr 2005 war er wegen einer mindestens sechs Jahre umfassenden Verpflichtung bei der Freiwilligen Feuerwehr vom Wehrdienst freigestellt worden. Die Familien­kasse gewährte dem Kläger das Kindergeld nur bis November 2012, da der Sohn in diesem Monat sein 25. Lebensjahr vollendete. Dagegen klagte der Vater.

Verlängerung nur bei Grundwehrdienst oder Zivildienst möglich

Ohne Erfolg: Das Kindergeld­recht sehe bei Kindern in Ausbildung eine Alters­grenze von 25 Jahren vor, befand das Gericht. Hatte das Kind den früher verpflichtenden Grundwehr­dienst oder Zivildienst geleistet, wurde diese Alters­grenze zwar um die Dauer dieses Dienstes hinaus­geschoben. Der Dienst im Katastrophen­schutz gehöre aber nicht dazu. Da er kein Vollzeit­dienst sei und sich laut Gericht neben der Ausbildung ausüben lasse, werde die Ausbildung dadurch nicht verzögert.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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