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Familienrecht | 20.01.2022

Auskunfts­anspruch

BGH: Adoptiv­kinder haben Recht auf Auskunft zu leiblichen Eltern

Adoption steht Anspruch nicht entgegen

(Bundesgerichtshof, Beschluss vom 19.01.2022, Az. XII ZB 183/21)

Ein adoptiertes Kind hat das Recht, von der leiblichen Mutter Angaben zur Identität seines Vaters zu bekommen.

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Dass die Frau nicht mehr die rechtliche Mutter des Kindes ist, steht dem Anspruch auf Auskunft nicht entgegen, wie der Bundes­gerichts­hof (BGH) entschied (Az. XII ZB 183/21).

Mutter bei Geburt 16 Jahre alt

Das Kind wurde 1984 geboren, als die Mutter nach BGH-Angaben gerade 16 Jahre alt geworden war. Sie seien erst in ein Mutter-Kind-Heim und später in eine Mädchen-Wohn­gemeinschaft gezogen. Ein im Jahr 1985 durch­geführtes juristisches Verfahren zur Feststellung einer Vaterschaft sei ebenso erfolglos geblieben wie ein außer­gerichtlicher Vater­schaftstest mit einem weiteren Mann. Ein Ehepaar adoptierte das Kind den Angaben nach schließlich. Ende 2003 habe das Jugendamt ein Treffen mit der leiblichen Mutter vermittelt.

Tochter begehrt erfolglos Benennung des Vaters

2018 habe die Tochter die Frau erfolglos aufgefordert, Namen und Anschrift des leiblichen Vaters zu nennen - sie sei dann vor das Amtsgericht Stuttgart gezogen, das den Antrag zurück­gewiesen habe.

OLG verpflichtet Mutter zu Auskunft

Das Stuttgarter Oberlandes­gericht hingegen habe die Mutter verpflichtet, alle Männer mit vollständigem Namen und Adresse zu benennen, die ihr „in der gesetzlichen Empfängnisz­eit beigewohnt haben“ - es geht also um die möglichen Väter. Der BGH wies die dagegen von der Mutter eingelegte Rechts­beschwerde jetzt zurück.

Nachforschungen sind der Mutter zumutbar

Die Frau habe erklärt, sie könne sich an keinen möglichen Erzeuger erinnern. Damit hat sie den Auskunfts­anspruch aber nicht erfüllt, wie der BGH entschied. Das Oberlandes­gericht habe eine Reihe von möglichen Kontakt­personen aufgelistet, an die sich die Frau wenden kann, um Hinweise zu potenziellen leiblichen Vätern der Tochter zu erhalten. „Diesen Nach­frage­möglichkeiten fehlt es weder an der Erfolgs­aussicht noch sind sie der Antrags­gegnerin unzumutbar.“

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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