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Arzthaftungsrecht und Schadensersatzrecht | 01.07.2019

Schadens­ersatz

BGH: Behandlungs­fehler kann auch zu Entschädigung für Angehörige führen

Geltende Regeln nach einem Unfall sind auch für Arztfehler anwendbar

Menschen, die wegen des kritischen Gesundheits­zustands eines nahen Angehörigen nach einem Behandlungs­fehler psychisch erkranken, können Anspruch auf Schaden­ersatz haben. Das hat der Bundes­gerichts­hof entschieden. Es gebe keinen Grund, warum nach einem Arztfehler andere Regeln gelten sollten als nach einem Unfall (Az. VI ZR 299/17).

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Depressionen und Angstzustände durch Behandlungsfehler beim Ehemann

Eine Frau hatte ein Kölner Krankenhaus verklagt, nachdem bei ihrem Ehemann Komplikationen nach einer Darm­spiegelung aufgetreten waren. Ihr Mann habe mehrere Wochen in akuter Lebens­gefahr geschwebt. Sie habe deshalb Depressionen und Angst­zustände bekommen. Zwei Gutachten hatten in dem Fall Behandlungs­fehler fest­gestellt. Der Ehemann hatte deshalb vom Versicherer der Klinik 90.000 Euro erhalten.

OLG: Seelisches Leid gehört zum allgemeinen Lebensrisiko

Zuletzt hatte das Oberlandes­gericht Köln die Klage der Frau abgewiesen. Der Arztfehler habe den Gesundheits­zustand des Mannes nur noch verschlechtert. Das mit­zuerleben, sei allgemeines Lebens­risiko.

BGH: Psychisches Leid kann Gesundheitsverletzung darstellen

Das ließen die obersten Zivil­richter des Bundesgerichtshofs so nicht stehen. Psychische Leiden seien zwar nur dann eine Gesundheits­verletzung, wenn sie „über die gesundheitlichen Beeinträchtigungen hinausgehen, denen Betroffene beim Tod oder einer schweren Verletzung eines nahen Angehörigen in der Regel ausgesetzt sind“. In diesem Fall hätten die Beschwerden der Klägerin ein außergewöhnliches Ausmaß gehabt.

OLG muss neu verhandeln

Das Oberlandesgericht muss den Fall nun neu verhandeln und prüfen, ob der Zustand des Ehemanns tatsächlich die Ursache der psychischen Erkrankung war.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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