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Familienrecht | 04.06.2019

Umgangs­regelung

Befriedung des Eltern­konfliktes recht­fertigt keine Ein­schränkung des Sorgerechts

Beschränkung der Umgangs­regelungen nur bei Gefährdung des Kindeswohl möglich

(Oberlandesgericht Düsseldorf, Urteil vom 18.05.2018, Az. 8 UF 53/17)

Hat ein Elternteil das Gefühl, dass der Ex-Partner das Kind negativ beeinflusst, recht­fertigt das keine Ein­schränkung des Sorgerechts. Das zeigt ein Urteil des Ober­landes­gerichts Düsseldorf (Az.: 8 UF 53/17).

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Beim Vater lebendes Kind lehnte Kontakt zur Mutter ab

Im konkreten Fall hatten die ge­schiedenen Eltern das Sorgerecht aufgeteilt. Ein Kind lebte bei der Mutter, eins beim Vater. Das beim Vater lebende Kind lehnte allerdings den Kontakt zur Mutter ab. Das bei der Mutter lebende Kind besuchte alle zwei Wochen am Wochenende den Vater und verbrachte die Hälfte der Ferien bei ihm.

AG schränkte Umgangsregelung ein

Auf Antrag der Mutter schränkte das Amtsgericht den Ferien­umgang ein. Es befürchtete einen schlechten Einfluss des Vaters auf das Kind. Dagegen beschwerte sich der Vater.

Keine Gründe für Gefährdung des Kindeswohl ersichtlich

Das Oberlandes­gericht gab ihm Recht und setzte die alte Umgangs­regelung wieder ein. Es lägen keine triftigen, das Kindeswohl nachhaltig betreffenden Gründe vor. Gerichte könnten in solchen Fällen den streitenden Eltern lediglich Auflagen erteilen. Etwa, dass Fragen des Umgangs nur über das Jugendamt zu besprechen sind und nicht mit den Kindern.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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