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Reiserecht und Versicherungsrecht | 03.11.2016

Auslands­kranken­versicherung

Behandlungs­fehler im Ausland: Auslands­kranken­versicherung muss Kosten für Rück­transport übernehmen

Leistungs­pflicht des Versicherers werde durch Fehlein­schätzung der Ärzte im Ausland nicht infrage gestellt

(Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 30.10.2015, Az. 20 U 190/13)

Eine Auslands­kranken­versicherung muss auch dann für einen medizinisch notwendigen Rück­transport nach Deutschland aufkommen, wenn dieser durch einen ärztlichen Behandlungs­fehler im Ausland nötig wurde. Das bestätigte das Oberlandes­gericht Hamm in zweiter Instanz (Az.: 20 U 190/13).

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Klägerin lässt sich nach Deutschland ins Krankenhaus fliegen

In dem verhandelten Fall hatte sich eine Frau im Ausland einer Kinder­wunsch­behandlung unterzogen. Danach kam es zu schweren Komplikationen. Die Frau wurde in ein anderes Krankenhaus verlegt. Dort entschieden sich die Ärzte aber gegen eine Operation, sie wollten die Erkrankte weiter mit Antibiotika behandeln. Daraufhin wurde die Frau nach Deutschland ausgeflogen, sie schwebte in unmittelbarer Lebens­gefahr.

Kosten des Rücktransports übernahm erst einmal der Arbeitgeber

Die Frau besaß eine langfristige Auslands­kranken­versicherung, die für Kosten eines medizinisch notwendigen Rück­transports nach Deutschland aufkommt. Ihr Arbeitgeber - das Hotel, in dem sie arbeitete - legte die Kosten des Transports in Höhe von 21.518 Euro zunächst aus.

Versicherung wollte die Kosten nicht erstatten

Vor Gericht klagte die Frau auf Erstattung des Geldes durch ihre Versicherung. Doch diese verweigerte die Zahlung. Das Risiko eines Behandlungs­fehlers durch Ärzte im Ausland sei nicht versichert, die Frau möge sich doch an diese wenden. Sie habe allein auf eigenen Wunsch hin nach Deutschland zurück fliegen wollen.

Rücktransport der Klägerin war medizinisch notwendig

Nach Ansicht des Gerichts war es aber unstrittig, dass die Ärzte im Ausland die notwendige Operation schlicht nicht durch­geführt haben. Dies hätte höchst­wahrscheinlich den Tod der Frau bedeutet. Der Transport der Klägerin sei daher medizinisch notwendig gewesen. Die Leistungs­pflicht des Versicherers werde durch die Fehlein­schätzung der Ärzte nicht infrage gestellt. Es sei egal, ob die Ärzte die nötige Behandlung nicht durchführen konnten oder wollten.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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