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Haftungsrecht und Versicherungsrecht | 19.07.2018

Wasch­anlagen

Bei Schäden nach der Waschanlage Fotos machen und Quittung aufheben

Auch Adressen von Zeugen können hilfreich sein

Regelmäßige Fahrten durch die Waschanlage gehören für viele Autofahrer zur problem­losen Autopflege dazu. Doch was ist zu tun, wenn sie nach dem Waschgang Schäden am frisch geputzten Auto finden?

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Eine Waschanlage soll das Auto pflegen und seinen Wert erhalten. Doch was machen Auto­besitzer, wenn sie nach der Fahrt durch die Walzen­bürsten kein gewienertes Auto, sondern ab­gebrochene Teile oder zerkratzten Lack vorfinden? „Dann sofort das Personal der Wasch­straße auf die Schäden hinweisen“, rät Rechtsanwalt Gregor Samimi vom Deutschen Anwalt­verein (DAV) „und die Schäden mit dem Handy fotografieren.“ Auf dem Bild sollten auch die Mitarbeiter der Anlage zu sehen sein, die sich den Schaden ansehen. Auch die Adressen von Zeugen können hilfreich sein, erklärt der Rechtsanwalt.

Schäden für Versicherung dokumentieren

Im Idealfall bestätigt der Betreiber den Schaden. „Es kommt aber in der Regel nicht vor, dass sie irgend eine Schuld einräumen und sie verweisen häufig auf ihre Versicherung“, sagt Rechtsanwalt Gregor Samimi vom Deutschen Anwalt­verein (DAV). Die fordert dann in der Regel Fotos und zumindest einen Kosten­voranschlag, wenn sie den Schaden anerkennt. „Wenn sie bezweifelt, dass der Schaden durch die Anlage entstanden ist, bleibt oft nur der Klageweg und ein Sachverständiger ist nötig.“ Das ist auch der Fall, wenn der Betreiber von vornherein ausschließt, dass seine Anlage den Schaden verursacht hat.

Wichtig: Quittung aufheben

Aber wer ist überhaupt der Betreiber? Bei einer Tankstelle kann das beispiels­weise der Pächter sein, es muss aber nicht so sein. „Daher ist es so enorm wichtig, die Quittung für die Wäsche aufzubewahren, da steht der Betreiber drauf“, sagt Rechtsanwalt Gregor Samimi vom Deutschen Anwalt­verein (DAV).

Beweislast liegt je nach Waschanlage entweder beim Kunden oder beim Betreiber

Die Beweislast und damit die Frage, wer den Sachverständigen beauftragen muss, hängt von der Art der Waschanlage ab. Bei Anlagen, die das Auto mit dem Kunden durch die Walzen ziehen, liegt die in der Regel beim Kunden. „Denn der könnte ja dann auch selbst zum Schaden beitragen, etwa durch Bremsen“, sagt Rechtsanwalt Gregor Samimi vom Deutschen Anwalt­verein (DAV). Bei Anlagen, in denen ein Kunde das Auto abstellt und die dann komplett selbst­tätig waschen, ist es in der Regel andersherum: Der Betreiber muss dem Kunden etwa ein Fehl­verhalten nachweisen.

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Vor der Wäsche unbedingt die Sicherungs- und Warnhinweise beachten

Natürlich müssen Autofahrer vor der Wäsche die Sicherungs- und Warn­hinweise beachten, die häufig in den allgemeinen Geschäfts­bedingungen der Anlagen stehen. Etwa der Hinweis, die Antenne einzuschieben oder abzunehmen, teilt der ADAC mit. Der Betreiber kann allerdings verpflichtet sein, etwa bei diebstahl­gesicherten Antennen, die nicht einzieh- oder demontierbar sind, Kunden vom Gebrauch der Waschanlage abzuraten.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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