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Krankenkassenrecht und Sozialrecht | 13.06.2022

Kosten­übernahme

Bei Schmerzen: Kranken­kasse muss Brust­verkleinerung zahlen

Kranken­versicherung muss Kosten für Brust­verkleinerung wegen gesundheitliche Probleme übernehmen

(Sozialgericht Karlsruhe, Urteil vom 8. März 2022, Az. S 16 AS 2698/20)

Verursachen große Brüste Rücken­schmerzen, stehen die Chancen gut, dass die Kranken­kasse eine Ver­kleinerung zahlt. Was wenn die Kasse sich weigert - und die Patientin auffordert, abzunehmen?

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Wenn große Brüste für gesundheitliche Probleme sorgen, muss die Kranken­kasse möglicher­weise die Kosten für eine Brust­verkleinerung tragen. Das hat das Sozial­gericht Karlsruhe in einer Ent­scheidung bestätigt (AZ: S 16 AS 2698/20).

Chronische Nacken- und Rückenschmerzen durch zu große Brüste

Im konkreten Fall hatte eine 42-Jährige geklagt, die aufgrund ihrer großen Brüste chronische Nacken- und Rücken­schmerzen hatte. Kranken­gymnastik, Rücken­training und eine ambulante Schmerz­therapie brachten keine Besserung. Daraufhin bestätigten die Gynäkologin und der Orthopäde der Patientin, dass eine Brust­verkleinerung notwendig sei.

Vorschlag der Krankenkasse: Abnehmen

Die Kranken­kasse der Klägerin weigerte sich jedoch, die Kosten für die OP zu tragen. Stattdessen brachte die Versicherung einen anderen Therapie­vorschlag ein: Die Patientin solle abnehmen, weil ein Zusammenhang zwischen ihrer Brust­größe und ihrer Adipositas bestehe. Zudem sei die Größe ihrer Brüste nur eine der Ursachen für ihre Schmerzen, so die Argumentation der Kranken­kasse.

Gewichtsabnahme zur Linderung der Beschwerden nicht ausreichend

Die Frau zog daraufhin vor Gericht - mit Erfolg. Das Sozial­gericht verpflichtete die Kranken­kasse dazu, die Kosten für die Brust­verkleinerung zu tragen. Die Begründung: Eine Gewichts­abnahme würde nicht ausreichen, um so viel Brustgewebe zu verlieren, dass sich die Beschwerden bessern.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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