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Steuerrecht | 15.06.2022

Kinder­betreuungs­kosten

Bei Trennung: Betreuungs­kosten nur mit Zahlungs­nachweis absetzbar

Betreuungs­kosten nur absetzbar, wenn die Rechnung auf beide Namen ausgestellt und die Rechnungs­summe auf das Konto des Betreuers überwiesen wurde

(Finanzgericht Thüringen, Urteil von 23.11.2021, Az. 3 K 799/18 n. rk)

Ob Kinder­garten oder Tagesmutter: Die Betreuung des eigenen Kindes ist in der Regel kostspielig. Doch der Aufwand wirkt sich steuerer­leichternd aus. Schwieriger wird es, wenn die Eltern getrennt sind.

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Betreuungs­kosten für das eigene Kind können die Steuerlast senken. Bis zu zwei Drittel der anfallenden Aufwendungen dürfen in der Steuer­erklärung als Sonder­ausgaben angegeben werden - höchstens aber 4000 Euro. Doch was ist, wenn die Eltern getrennt leben, aber gemeinsam für die Unter­bringung aufkommen?

Wollen beide Elternteile die anteiligen Betreuungs­kosten in ihrer Steuer­erklärung angeben, muss sowohl die Rechnung auf beide Namen ausgestellt sein als auch die Zahlung anteilig von beiden Konten erfolgen. Dies hat das FG Thüringen einen entschieden (Az. 3 K 799/18).

Argumentation des Klägers: Überlassung des Kindergeldes

In dem konkreten Fall hatten sich Mutter und Vater nach der Trennung das Sorgerecht geteilt, das Kind lebte im wöchentlichen Wechsel bei einem der Elternteile. In seiner Steuer­erklärung gab der Vater die Hälfte der Kinder­betreuungs­kosten an. Er begründete das mit der Überlassung des Kinder­geldes an die Kindsmutter. Tatsächlich lauteten die Rechnungen für die Kinder­betreuung auch auf beide Namen, doch überwiesen hat nur die Mutter. Aus diesem Grund versagte das Finanz­gericht den Abzug.

Revisionsverfahren beim BFH anhängig

Gegen die Ent­scheidung des Finanz­gerichts Thüringen läuft ein Revisions­verfahren vor dem Bundes­finanz­hof. Vergleichbare Fälle können mit einem Einspruch offen gehalten werden, bis der Bundes­finanz­hof entschieden hat (Az. III R 1/22).

Quelle: dpa/DAWR/ab

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