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Schadensersatzrecht | 23.04.2021

Haftung

Beifahrer öffnet Tür und verursacht Schaden

Fahrer hat Mitschuld

(Amtsgericht Remscheid, Urteil vom 19.11.2020, Az. 28 C 111/20)

Bei der Suche nach einer geeigneten Haltestelle passen Autofahrer besser besonders gut auf. Denn beschädigen ein- und aussteigende Mitfahrer etwas am Auto, kann es teuer werden.

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Wenn ein Beifahrer die Tür beim Einsteigen an einer hohen Bürger­steigkante beschädigt, muss im Einzelfall auch der Fahrer mithaften. Das zeigt ein Urteil (Az.: 28 C 111/20) des Amts­gerichts Remscheid.

Lackschaden beim Öffnen der Autotür

Wer Passagiere aussteigen lässt, dürfte in ähnlichen Fällen sogar überwiegend haften müssen, so die Experten. Eine Frau hatte an einer recht hohen Bürger­steigkante angehalten. Eine andere Frau wollte bei Dunkelheit zusteigen und stieß mit der unteren Türkante an den Bordstein. Den Lackschaden wollte die Fahrerin von der Frau ersetzt bekommen und klagte.

LG: Beifahrer haftet zu zwei Drittel

Das Urteil gab ihr überwiegend Recht. Sie bekam den Schaden zu zwei Dritteln ersetzt. Laut Gericht hätte die zusteigende Frau besser aufpassen müssen. Die Dunkelheit war unerheblich, es sei ihr leicht möglich gewesen, darauf zu achten, da sie selbst auf dem Bordstein gestanden hatte. Bei sehr hohen Bordsteinen wäre es allgemein bekannt, dass Autotüren dagegen stoßen könnten. Sie hätte auch den Bereich mit dem Handy ausleuchten können. Zu einem Drittel haftete die Klägerin aufgrund der Betriebs­gefahr des Autos. Die Haltestelle hatte sie ausgesucht und sie hätte auf Vorsicht hinweisen können.

Ein anderer Fall

Der Fall wäre allerdings wohl anders ausgegangen, wenn die beklagte Frau ausgestiegen wäre. In dem Zusammenhang verweisen die DAV-Verkehrs­rechts­anwälte auf einen Fall am Landgericht Wuppertal, Urteil vom 18.12.2014, Az. 9 S 134/14, wo der Fahrer in so einer Situation zu 70 Prozent und der Aussteigende zu 30 Prozent haften mussten.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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