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Allgemeines Persönlichkeitsrecht, Erbrecht und Familienrecht | 27.04.2016

Totenruhe

Bestattung: Streitig­keiten dürfen Totenruhe nicht berühren

Umbettung sterblicher Überreste muss vermieden werden

(Oberlandesgericht Naumburg, Urteil vom 08.10.2015, Az. 1 U 72/15)

Todesfälle lösen oft Streit in Familien aus. Mitunter wird schon darüber gestritten, wo der Verstorbene beerdigt werden soll. Hier gilt: Die Totenruhe darf ein Streit nicht berühren.

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Nicht selten sorgen schon Bestattungen für Streit in der Familie. Unangenehm wird es, wenn der Tote bereits beerdigt ist. Denn manchmal wird erst danach ausgefochten, auf welchem Friedhof der Verstorbene eigentlich liegen sollte. Dabei gilt: Diese Streitig­keiten dürfen nicht die Totenruhe berühren, so ein Urteil des Ober­landes­gerichts (OLG) Naumburg (Az.: 1 U72/15). Das entschied: Ein unnötiges Hin-und-Her-Betten der sterblichen Überreste muss vermieden werden.

Im Falle eines Streits kann einstweilige Verfügung Umbettung verhindern

Konkret geht es um die Situation, wenn einer der Angehörigen die Bestattung gegen den Willen eines anderen Angehörigen durch­geführt hat und dieser dagegen klagt. Solange der Rechts­streit nicht entschieden ist, kann eine einstweilige Verfügung verhindern, dass die Urne des Verstorbenen mehrfach umgebettet wird. Das gebietet die Pietät und die Wahrung der Totenruhe, begründeten die Richter.

Ehefrau wollte Urne ihres verstorbenen Mannes umbetten

Im verhandelten Fall hatte ein Mann gegen die Ehefrau seines verstorbenen Zwillings­bruders geklagt. Die wollte die Urne ihres toten Mannes auf einen anderen Friedhof umbetten. Doch das sei laut dem Bruder des Mannes, der dessen Bestattung organisiert hat, nicht dessen Wille gewesen. Es gab also Streit um den Beisetzungs­ort.

Kläger hatte von seinem Bruder eine Vorsorgevollmacht

Außerdem hatte der Mann vor dem Tod mit seiner Ehefrau gebrochen. Er löste das gemeinsame Sparbuch auf und kündigte die gemeinsame Wohnung. Für das Gericht lag es nahe, dass der Tote seinem Bruder konkrete Wünsche zur Bestattung genannt hat. Dagegen sahen die Richter das Verhältnis zur Ehefrau als getrübt an. Sie untersagten ihr deshalb die Umbettung - unter Androhung von Ordnungs­geld und Ordnungs­haft.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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