wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Bitte benutzen Sie zum Drucken dieser Seite die Druckfunktion Ihres Browsers!
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Strafrecht | 30.04.2021

Schönheits­eingriffe

Bewährung für illegales Aufspritzen von Lippen und Wangen

40-Jährige wegen gefährlicher Körper­verletzung sowie unerlaubter Ausübung der Heilkunde verurteilt

Kunden hielten sie für eine Heil­praktikerin und ließen sich mit Botox oder Hyaloron behandeln: Weil sie illegal Schönheits­eingriffe vorgenommen hatte, ist eine 40-Jährige zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten sprach die Frau der gefährlichen Körper­verletzung sowie der unerlaubten Ausübung der Heilkunde schuldig. Sie habe Lippen oder Wangen auf­gespritzt, ohne über eine Erlaubnis zur Durchführung solcher Behandlungen zu verfügen. „Es ist in mehreren Fällen schief gegangen“, hieß es weiter im Urteil. Es sei zu Entzündungen, Hämatomen, Schwellungen, Verhärtungen oder Rötungen gekommen.

Schönheitseingriffe ohne Erlaubnis

Es ging um Schönheits­eingriffe, die zwölf Frauen und vier Männer hatten vornehmen lassen. 34 Mal habe die Angeklagte zwischen 2016 und März 2019 ohne Erlaubnis Botox oder Hyaloron injiziert, sagte der Vorsitzende Richter. Die Angeklagte habe sich teilweise ausdrücklich als Heil­praktikerin vorgestellt. „Die Betroffenen gingen davon aus, dass sie entsprechend qualifiziert ist.“ Rund 4600 Euro habe die Frau durch die Behandlungen eingenommen. Diese Summe sei einzuziehen, ordnete das Gericht an.

Angeklagte legt Geständnis ab

Die Angeklagte hatte ein kurzes Geständnis abgelegt. Es tue ihr leid, erklärte die 40-Jährige, die nach ihren Angaben derzeit als Kranken­pflege­helferin arbeitet. Von einer Befragung von Opfern im Prozess wurde abgesehen. Der Richter verlas stattdessen Protokolle von polizeilichen Vernehmungen. Ein 53-jähriger hatte erklärt, er habe „Schmerzen im ganzen Gesicht ohne Ende“ erlitten. Er habe sich in ärztliche Behandlung begeben müssen. Eine 43-Jährige sagte am Rande der Verhandlung, sie habe nach einer Unter­spritzung im Gesicht „richtig schlimm ausgesehen“.

Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig

Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Antrag des Staats­anwalts. Er sagte in seinem Plädoyer: „Es hing letztendlich vom Zufall ab, ob eine Behandlung erfolgreich war.“ Der Verteidiger hatte ein Jahr und zehn Monate Haft auf Bewährung gefordert.

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#8242

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d8242
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!