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Arbeitsrecht | 05.10.2021

Quarantäne

Chefin ordnet Quarantäne an: Lohn­anspruch besteht weiter

Arbeitgeber trägt Vergütungs­risiko für seine Quarantäne­anordnung

(Arbeitsgericht Dortmund, Urteil vom 24.11.2020, Az. 5 Ca 2057/20)

Muss ein Arbeitgeber für den Verdienst aufkommen, wenn er einen Mitarbeiter oder eine Mit­arbeiterin in Quarantäne schickt? Ein Urteil zeigt, es kommt auf Details und die überwiegende Verantwortung an.

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Ordnet eine Behörde eine Quarantäne an, tritt im Ergebnis der Staat für den Verdienst­ausfall ein. Doch wenn Arbeitgeber ihre Mit­arbeiterinnen und Mitarbeiter in Quarantäne schickt, sieht die Rechtslage anders aus.

Arbeitgeber muss den Lohn weiter­bezahlen. Das gilt jedenfalls so lange, wie Arbeit­nehmer selbst nicht die überwiegende Verantwortung dafür trifft. So lautet eine Ent­scheidung des Arbeits­gerichts Dortmund (Az.: 5 Ca 2057/20).

Plötzlich wird der Urlaubsort zum Risikogebiet

In dem verhandelten Fall fuhr der Kläger für eine Woche in eine Ferien­wohnung in Tirol. Bei seiner Einreise nach Österreich galten noch keine pandemie­bedingten Einschränkungen. Während seines Urlaubs wurde Tirol zum Risiko­gebiet erklärt. Daraufhin stellte ihn die Arbeitgeberin nach seiner Rückkehr zwei Wochen frei. Auf seinem Arbeitszeit­konto kürzte die Chefin das Guthaben entsprechend. Dagegen klagte ihr Mitarbeiter. Ein durchgeführter Coronatest fiel negativ aus.

Verantwortung liegt nicht beim Arbeitnehmer

Seine Klage war erfolgreich. Die Chefin muss ihm die Zeit wieder gut­schreiben, da Arbeitgeber, die eine Quarantäne anordnen, selbst das Vergütungs­risiko tragen. Anders wäre die Lage, wenn der Arbeit­nehmer in ein Hochrisiko­gebiet gefahren wäre.

Arbeitnehmer war dafür nicht verantwortlich

Da Tirol bei der Einreise aber noch nicht als Risiko­gebiet eingestuft gewesen war, trifft den Arbeit­nehmer hier keine Verant­wortlichkeit. Es reiche nicht aus, wenn über diese Einstufung lediglich diskutiert werde. Zumal der Kläger in einer Ferien­wohnung mit Selbst­verpflegung weniger gefährdet gewesen sei als etwa bei einem Hotel­aufenthalt.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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