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Familienrecht | 17.09.2020

Kindeswohl

Corona-Pandemie: Flugreise bedarf Zustimmung des anderen Elternteils

In Co­ro­na-Zei­ten ist Flug­rei­se keine An­ge­le­gen­heit des täg­li­chen Le­bens mehr

(Oberlandesgericht Braunschweig, Beschluss vom 30.07.2020, Az. 2 UF 88/20)

Mit den Kindern während einer Pandemie verreisen? Dagegen darf ein Elternteil sein Veto einlegen, entschied ein Gericht. Denn eine Auslands­reise gefährdet möglicher­weise das Kindeswohl.

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In Zeiten von Corona ist eine Flugreise keine alltägliche Angelegenheit. Das kann dazu führen, dass ein Elternteil alleine entscheiden darf, ob die Kinder die Flugreise antreten dürfen. Das hat das Oberlandes­gericht Braunschweig entschieden (Az.: 2 UF 88/20).

Streit um Mallorca-Urlaub während der Corona-Pandemie

In dem verhandelten Fall wollte die Mutter mit ihren beiden Kindern im August nach Mallorca fliegen. Der Vater, von dem sie getrennt lebte, war dagegen: Die corona­bedingten Risiken seien zu hoch. Darüber hinaus wäre sein monatlicher Umgang mit den Kindern entfallen.

Allerdings hatte er signalisiert, ihnen durch einen Verzicht auf den August-Umgang eine Urlaubs­reise zu ermöglichen - sofern die Mutter von einem Flug absehe und den Pkw benutze. Die hielt jedoch an ihren Plänen fest. Beide Elternteile beantragten, ihnen die Entscheidungs­befugnis in dieser Frage zu übertragen.

Kindeswohlgefährdung durch bestehende Risiken nicht ausgeschlossen

Unter anderem sei noch nicht geklärt, welche konkrete und möglicher­weise erhöhte Ansteckungs­gefahr bei Flugreisen bestehe. Es gebe keine verlässliche Planung bezüglich des Rückflugs. Eine Auslands­flugreise ziehe unter Umständen eine längere Quarantäne nach sich oder führe dazu, dass Urlaubs­rückkehrer im Ausland festsitzen. Das aber wäre eine deutliche Belastung für das seelische Wohl­befinden eines Kindes.

Vater erhält Entscheidungsbefugnis

Gericht teilte dem Vater die Entscheidungs­befugnis zu. Die Frage nach dem Antritt der Urlaubs­reise sei hier von erheblicher Bedeutung. Die Über­tragung der Ent­scheidung richte sich nach dem Kindeswohl. Daher müsse sie dem Elternteil übertragen werden, dessen Lösungs­vorschlag dem Wohl des Kinds besser gerecht werde. Das sei hier der Vater.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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