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Reiserecht und Verbraucherrecht | 07.06.2021

Storno­kosten

Corona-Pandemie: Zwei interessante Urteile zu Storno­gebühren

Zwei Urteile mit unterschiedlichem Ausgang

Im März 2020 erfasste die Corona-Pandemie den gesamten Globus. Viele Urlauber sagten damals selbst ihre Reisen ab. Um die Storno­kosten gab es dann häufig Rechts­streitigkeiten.

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Virus-Angst, stornierte Reisen und frustrierte Urlauber: Die Gerichte haben die erste Welle der Corona-Pandemie in Teilen aufgearbeitet. Die Urteile kommen dabei im Einzelfall zu unterschiedlichen Ergebnissen. Ein Beispiel ist die Frage, ob Storno­kosten anfallen, wenn Kunden eine gebuchte Reise mit Verweis auf den Pandemie-Ausbruch von sich aus abgesagt haben?

Der erste Fall: Reiserücktritt von Busrundreise

Das Amtsgericht Stuttgart entschied im Fall einer Busrund­reise durch Portugal vom 15. bis 24. März 2020: Die betroffene Urlauberin, die ihre Reise am 12. März absagte, musste keine Storno­gebühren zahlen (Amtsgericht Stuttgart, Urteil vom 23.10.2020, Az. 3 C 2852/20).

Keine Entschädigung für Stornierung

Zwar habe zum Zeitpunkt des Reise­rücktritts noch keine Reise­warnung vorgelegen. Doch die Welt­gesundheits­organisation (WHO) habe am gleichen Tag eine weltweite Pandemie erklärt und zum Abstand halten geraten. Mit einer Ansteckung im Reiseland sei zu rechnen gewesen, so das Gericht. Gerade auf einer Rundreise in einem engen Reisebus, wo Distanz nicht möglich war. Eine Impfung gegen Corona oder eine Therapie habe noch nicht existiert.

Der Reise­veranstalter argumentierte, das Ansteckungs­risiko am Urlaubsziel sei gar nicht höher als in Deutschland gewesen. Das Amtsgericht Stuttgart erklärte, darauf komme es nicht an. Die Klägerin bekam die Storno­gebühren zurück.

Ein anderer Fall: Badeurlaub in der Türkei

Anders urteilte zum Beispiel das Amtsgericht Duisburg im Fall einer Pauschal­reise in die Türkei, die vom 20. März bis 8. April stattfinden sollte. Auch hier stornierte der Kläger am 12. März und verwies auf die Pandemie (Amtsgericht Duisburg, Urteil vom 14.12.2020, Az. 506 C 2377/20). Am Tag des Reise­rücktritts sei laut Gericht noch kein Rück­schluss auf das konkrete Infektions­geschehen in der Türkei und speziell rund um den Urlaubsort Side möglich gewesen. Der pauschale Hinweis auf den Ausbruch der Pandemie reiche nicht aus.

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AG: Entschädigung für die Stornierung rechtmäßig

Das Amtsgericht Duisburg berücksichtigte dabei ausdrücklich auch den Vergleich zu Deutschland: Es habe zum Zeitpunkt der Stornierung keine Anhalts­punkte gegeben, dass die Infektions­gefahr in Side deutlich höher war als daheim in Deutschland. Der Veranstalter durfte eine Ent­schädigung für die Stornierung kassieren.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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