wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Erbrecht | 28.07.2022

Anwaltliche Vertretung

Darf ein Anwalt im Erbfall mehrere Mandanten vertreten?

Bloße Mög­lich­keit eines spä­te­ren In­ter­es­sen­kon­flikts steht ge­mein­sa­men Ver­tre­tung nicht ent­ge­gen

(Oberlandesgericht Koblenz, Beschluss vom 01.03.2022, Az. 15 U 1409/21)

Ein Rechtsanwalt soll sich um die Angelegenheiten seines Mandanten kümmern. Interessens­konflikte muss er vermeiden. Darf er also gleich­zeitig eine Alleinerbin und Pflichtteilsberechtigte vertreten?

Werbung

Grund­sätzlich ist es Rechts­anwälten verboten, wider­streitende Interessen in der gleichen Sache zu vertreten. Doch unter bestimmten Umständen darf ein Anwalt sich in einem Erbfall gleich­zeitig um die Nachlass­angelegenheiten einer Alleinerbin und einer Pflichtteilsberechtigte kümmern. Möglich ist dies, wenn beide Mandantinnen gleich gerichtete Interessen verfolgen, entschied das Oberlandes­gericht Koblenz (Az.: 15 U 1409/21).

Ein Anwalt - mehrere Mandanten?

Ein Rechtsanwalt hat sich um die Nachlass­angelegenheit einer Alleinerbin und einer Pflichtteilsberechtigten gekümmert. Es ging dabei um den Verkauf einer Immobilie. Als der Anwalt sein Honorar abrechnen wollte, weigerten sich die Mandantinnen, die Gebühren­rechnung zu bezahlen. Sie begründeten ihre Ent­scheidung damit, dass eine Interessen­kollision vorgelegen habe.

Klares gemeinsames Ziel

Zu Unrecht, entschieden die Richter. Zwar darf ein Rechtsanwalt keine wider­streitenden Interessen in derselben Sache vertreten. Davon war in diesem Fall aber nicht auszugehen. Denn beim Verkauf des Nachlass­grundstücks ging es beiden darum, den best­möglichen Erlös zu erzielen - um letztlich ein möglichst großes Nachlass­vermögen zu erhalten. In diesem Ziel stimmten die Alleinerbin und die Pflichtteilsberechtigte überein.

Keine widerstreitenden Interessen- Gemeinsame Vertretung möglich

Das Mandat war also auf gleich gerichtete Interessen begrenzt - und so eine gemeinsame Vertretung möglich. Zumal der Anwalt nicht mit der Abwicklung der Pflichtteils­ansprüche befasst war. Allein die bloße Möglichkeit, dass später bei einem Ausgleich unter­schiedliche Interessen auftreten könnten, steht einer gemeinsamen Vertretung nicht entgegen, so die Richter. Das Honorar muss also gezahlt werden.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#9608

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d9608
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!