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Mietrecht und Schadensersatzrecht | 23.02.2021

Unter­vermietung

Darf eine Ein­zimmer­wohnung unter­vermietet werden?

Beim Vorliegen eines berechtigten Interesse darf Untermieter­laubnis nicht verweigert werden

(Amtsgericht Berlin-Mitte, Urteil vom 26.11.2020, Az. 25 C 16/20)

Eine Wohnung darf man als Mieter auch unter­vermieten - voraus­gesetzt, man hat ein berechtigtes Interesse. Oft zieht ein Untermieter nur in einen Teil der Wohnung. Aber was gilt bei Einzimmer­wohnungen?

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Mieter haben einen Anspruch darauf, ihre Wohnung unter­zuvermieten. Zwar müssen sie den Vermieter um Erlaubnis bitten. Dieser darf aber nicht ablehnen, wenn der Mieter ein berechtigtes Interesse an der Unter­vermietung hat. Dieser Anspruch besteht unabhängig von der Größe der Wohnung, wie ein Urteil des Amts­gerichts Berlin-Mitte zeigt (Az.: 25 C 16/20). Auch eine Ein­zimmer­wohnung darf demnach unter­vermietet werden.

Vermieter versagte Erlaubnis zur Untervermietung

Die Mieterin wollte ihre Ein­zimmer­wohnung für ein Jahr unter­vermieten, weil sie in diesem Zeitraum beruflich in Rom beschäftigt war. Daher bat sie die Vermieter um die Erlaubnis der Unter­vermietung. Dieser lehnte das allerdings ab. Die Mieterin kündigte daraufhin die Wohnung und verklagte die Vermieter wegen unberechtigter Verweigerung der Untermieter­laubnis auf Schaden­ersatz in Höhe des entgangenen Untermiet­zinses in Höhe von 2400 Euro.

Mieter hat wegen zu Unrecht verweigerte Untervermietung Anspruch auf Schadensersatz

Die Vermieter hätten die Unter­vermietung zu Unrecht verweigert, befand das Gericht. Denn das Gesetz sei großzügig auszulegen. Daher habe die Mieterin Anspruch auf Schaden­ersatz. Die Klägerin habe alle erforderlichen Angaben zur Unter­mieterin gemacht. Sie hätte zudem einen Schlüssel zur Wohnung behalten und auch ihre Möbel darin belassen und die Wohnung somit nicht vollständig aufgegeben. Dass es hier um eine Ein­zimmer­wohnung gehe, ändere an den Umständen nichts.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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