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Arbeitsrecht | 11.01.2021

Daten­löschung

Darf ich nach der Kündigung Daten mitnehmen oder löschen?

Arbeit­nehmer dürfen Daten nach einer Kündigung weder mitzunehmen noch löschen

(Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 17.09.2020, Az. 17 Sa 8/20)

Beschäftigte stecken oft viel Zeit und Mühe in ihre Arbeit. Da liegt der Gedanke nahe, Dokumente oder andere Daten nach einer Kündigung zu speichern und mitzunehmen. Doch dürfen Arbeit­nehmer das?

Eine besonders gelungene Präsentation, das über Jahre erstellte Adressbuch mit Kontakten oder eine aus­getüftelte Abrechnungs­vorlage: Wäre es nicht praktisch, wenn Beschäftigte solche Daten nach Ende eines Arbeits­verhältnisses für sich persönlich speichern könnten - und vielleicht im neuen Job wieder gebrauchen?

Bei solchen Manövern ist Vorsicht geboten:

„Daten des Arbeit­gebers dürfen weder gelöscht noch mitgenommen werden, dies kann sogar einen Grund zur außerordentlichen Kündigung darstellen“, stellt Nathalie Oberthür, Fach­anwältin für Arbeits­recht in Köln, dar.

Landesarbeitsgericht bejaht Wirksamkeit der fristlosen Kündigung

Das Landes­arbeits­gericht Baden-Württemberg urteilte im Jahr 2020 zum Beispiel, dass im Falle eines Arbeit­nehmers, der mehr als 3000 Daten auf dem Unternehmens­server löschte, eine außer­ordentliche fristlose Kündigung seitens des Arbeit­gebers gerechtfertigt war (Az.: 17 Sa 8/20).

Verhalten stellt erhebliche Pflichtverletzung des Arbeitnehmers dar

Sein Verhalten stelle einen wichtigen Grund zur außer­ordentlich fristlosen Kündigung dar, entschied das Gericht. Es gehöre zu den selbst­verständlichen Neben­pflichten eines Arbeits­verhältnisses, dass der Arbeit­nehmer seinem Arbeitgeber Zugriff auf betrieb­liche Dateien weder verwehrt noch unmöglich macht. Der Mann habe damit gegen seine Pflicht verstoßen, die Arbeitgeber­interessen zu berücksichtigen.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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