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Mietrecht | 13.08.2021

Schadens­ersatz

Defekter Rollladen: Wer muss die Schadens­ursache beweisen?

Vermieter muss Mieter Beschädigung nachweisen

(Amtsgericht Stuttgart, Urteil vom 07.08.2020, Az. 32 C 2844/19)

Vermieter können von Mietern nicht ohne Weiteres die Reparatur­kosten für defekte Rollläden einfordern. Denn sie müssen in einem solchen Fall erst nachweisen, dass andere Schadens­ursachen ausfallen.

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Geht in einer Mietwohnung etwas kaputt, stellt sich oft die Frage: Wer muss für den Schaden aufkommen? Nicht selten entbrennt darüber Streit. Ein Urteil des Amts­gerichts Stuttgart zeigt nun: Macht ein Vermieter den Mieter verantwortlich, muss er die Möglichkeit ander­weitiger Schadens­quellen entkräften (Az.: 32 C 2844/19).

Streit um Kosten für Reparatur einen Rollladens

In dem Fall ging es um einen defekten Rollladen. Der Vermieter wollte vom Mieter das Geld für die Reparatur erstattet bekommen, weil dieser den Schaden verursacht habe. Der Mieter verteidigte sich gegen die Vorwürfe: Er habe den Rollladen immer vertrags- und bestimmungsgemäß benutzt und auf die Rollladen­mechanik im Innern zu keiner Zeit Zugriff gehabt.

Vermieter hat keinen Anspruch auf Schadensersatz

Das Gericht entschied zugunsten der Mieter, dieser musste daher keinen Schaden­ersatz zahlen. Denn wenn es umstritten ist, ob eine Mietsache infolge ihres Gebrauches verschlechtert wurde, trägt zunächst der Vermieter die Beweislast. Er muss dann nachweisen, dass die Ursache des Schadens beim Mieter zu suchen ist. Auch dass der Schaden nicht auf Verschleiß beruht, müsse der Vermieter darlegen.

Rollladen war mehr als 20 Jahre alt

Hier habe der Mieter vorgetragen, den Rollladen nur bestimmungsgemäß benutzt zu haben. Außerdem war der Rollladen mehr als 20 Jahre alt. Ein Verschleiß der Mechanik sei daher durchaus naheliegend. Anders hätte die Beurteilung ausfallen können, wenn die Erhaltungs­pflicht für die Rollläden wirksam auf den Mieter übertragen worden wäre.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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