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Steuerrecht | 12.01.2022

Steuer­befreiung

Doppelhaus­hälfte geerbt: Trotz längerer Renovierung steuerfrei?

Steuer­befreiung auch bei zeitlichen Verzögerungen aufgrund einer Renovierung möglich

(Bundesfinanzhof, Urteil vom 06.05.2021, Az. II R 46/19)

Wer eine geerbte Immobilie selbst bewohnen will, muss dafür meist keine Erb­schafts­steuer zahlen. Dabei ist der Zeitfaktor entscheidend. Doch was gilt, wenn sich wegen Renovierung der Einzug verzögert?

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Angehörige können eine Immobilie steuerfrei erben „Voraussetzung für die Steuer­befreiung ist, dass die geerbte Wohnung unverzüglich zur Selbst­nutzung bestimmt wird“, informiert Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuer­zahler. Erben haben dafür in der Regel sechs Monate Zeit.

Außerdem wichtig für die Steuerbefreiung

Der Erblasser muss selbst in der Immobilie selbst gewohnt haben. Und: Sollten Kinder erben, sollte die Wohnfläche nicht größer als 200 Quadrat­meter sein.

Doppelhaushälfte muss erst renoviert werden

Doch was gilt, wenn ein Sohn eine Doppelhaus­hälfte erbt und diese erst aufwendig renovieren muss? Die Richter des Bundes­finanzhofes (BFH) stellten in einem Urteil fest, dass auch ein späterer Einzug in Ausnahme­fällen zur Steuer­freiheit führen kann (Az.: II R 46/19).

In dem verhandelten Fall erbte ein Mann die vom Vater genutzte Doppelhaus­hälfte. Er wohnte selbst nebenan und wollte die geerbte Haushälfte renovieren, und dann beide Hälften zusammenlegen und in diesem Haus wohnen.

Die Renovierung und Sanierung der geerbten Haushälfte dauerte jedoch knapp drei Jahre. Es musste ein Wasser­schaden beseitigt werden. Das Finanzamt lehnte die Steuer­befreiung ab, weil die Bestimmung zur Selbst­nutzung innerhalb von sechs Monaten fehlte.

Steuerbefreiung auch bei Verzögerung möglich

Die Richter urteilen jedoch: der Erbe muss glaubhaft darlegen, zu welchem Zeitpunkt er sich zur Selbst­nutzung der Wohnung ent­schlossen hat. Zudem muss er erklären, warum der tatsächliche Einzug nicht früher möglich war.

Vergibt der Erbe etwa Renovierungs- und Umbau­maßnahmen rechtzeitig, also innerhalb der sechs Monate, ist eine Steuer­befreiung möglich. Es kann nicht zu seinen Lasten gehen, wenn Arbeiten nicht zeitnah abgeschlossen werden - etwa weil es Schwierig­keiten bei der Lieferung von Material gab.

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Erben können von dem Urteil profitieren

Um Probleme zu vermeiden, rät Daniela Karbe-Geßler: „Innerhalb von sechs Monaten sollte ein Erbe prüfen, ob er in die geerbte Immobilie einziehen will und entsprechende Renovierungs­arbeiten in Auftrag geben, um die Selbst­nutzung damit zu mani­festieren.“

Quelle: dpa/DAWR/ab

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