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Steuerrecht | 07.11.2018

Doppelte Haushalts­führung

Doppelte Haushalts­führung: Auch Pendeln mit ganzer Familie kann steuerlich absetzbar sein

Doppelte Haushalts­führung bedarf aber Nachweis über Lebens­mittel­punkt

(Finanzgericht Münster, Urteil vom 26.09.2018, Az. 7 K 3215/16 E)

Die Kosten für eine doppelte Haushalts­führung können Arbeit­nehmer in der Einkommen­steuer­erklärung angeben. Mit Ausgaben etwa für Heimfahrten sowie die Miete können sie ihre Steuer­belastung senken. Oft pendelt nur ein Partner. Doch dies gilt unter Umständen auch, wenn die ganze Familie zwischen Heimatdorf und Beschäftigungs­ort hin- und herfährt. Das zeigt ein Urteil des Finanz­gerichtes Münster (Finanzgericht Münster, Urteil vom 26.09.2018, Az. 7 K 3215/16 E).

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Ehepaar mach Aufwendungen für doppelte Haushaltsführung geltend

Geklagt hatte ein Ehepaar, das in Westfalen berufstätig war und dort mit ihrer kleinen Tochter in einer an­gemieteten Dach­geschoss­wohnung wohnte. Die Ehefrau hatte in ihrem mehr als 300 km entfernten Heimatdorf anteilig ein Grundstück. Sie trug die laufenden Kosten und Instand­haltungs­maßnahmen für das Haus. Zudem befanden sich die Haus- und Zahnärzte der Familie in der Umgebung des Heimat­dorfes. Der Ehemann war dort außerdem Mitglied im Angelverein.

Finanzamt sah Lebensmittelpunkt am Beschäftigungsort

Das Finanzamt wollte die Kosten für die wöchentlichen Fahrten in das Heimatdorf und die Unterkunft am Beschäftigungs­ort dennoch nicht anerkennen. Der Grund: Der Lebens­mittel­punkt liege inzwischen am Beschäftigungs­ort.

Lebensmittelpunkt im Heimatdorf beibehalten

Die Richter entschieden anders: Sie ließen den Steuerabzug für die Kosten der doppelten Haushalts­führung zu. Das Paar habe seinen Lebens­mittel­punkt im Heimatdorf beibehalten, weil sich dort deren gesamtes Privatleben abspielte.

Beispiele zum Nachweis des Lebensmittelpunkts

Wer ebenfalls die Kosten für eine doppelte Haushalts­führung angeben will, dem rät Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler: „Wichtig ist nach­zuweisen, dass sich der Lebens­mittel­punkt tatsächlich noch im Heimatort befindet.“ Indizien dafür sind beispiels­weise Mitglied­schaften in Vereinen, ehren­amtliches Engagement in der Heimat­region, die Kosten­beteiligung an einer Immobilie und Ärzte vor Ort. Berücksichtigt das Finanzamt die Kosten dennoch nicht, kann man Einspruch gegen den Steuer­bescheid einlegen - und im Brief am besten auf das aktuelle Urteil verweisen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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