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Schadensersatzrecht | 15.08.2019

Schadens­ersatz

Doppel­zimmer statt Apartment: Falsches Hotelzimmer begründet keinen Schaden­ersatz

Reisepreisminderung bei falschem Hotelzimmer jedoch möglich

Schnarcher im Mehrbett­zimmer können den Schlaf rauben - und der Frust ist besonders groß, wenn man exakt diese Situation durch die Hotel­buchung vermeiden wollte. Schaden­ersatz gibt es dann aber nicht.

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Entspricht ein Hotelzimmer nicht der gebuchten Unterkunft, so ist dies bei Pauschal­reisen ein Mangel. Betroffene können dann den Reisepreis mindern. Der Frust über diesen Mangel begründet für Kunden des Ver­anstalters aber nicht auch noch einen darüber hinausgehenden Schadenersatz­anspruch. Denn selbst wenn die Stimmung der Reisenden im Keller ist, so fehlt es an einem kausalen Schaden. Das hat das Amtsgericht Hannover entschieden (Az.: 442 C 12227/17).

Statt Apartment nur Doppelzimmer mit zwei Einzelbetten

Im verhandelten Fall hatte der spätere Kläger für sich und seine Frau ein Doppel­zimmer gebucht. Seine Kinder sollten gemeinsam mit seiner Schwieger­mutter in einem zusätzlich gebuchten Apartment mit zwei separaten Schlaf­zimmern über­nachten. Vor Ort stand aber statt des Apartments nur ein Doppel­zimmer mit zwei Einzel­betten und einer Schlafcouch zur Verfügung. Großmutter und Kinder über­nachteten daher im selben Raum, und die Oma raubte den Enkeln durch ihr Schnarchen den Schlaf. Dadurch war die Stimmung der gesamten Familie getrübt.

Kläger fordert neben Reisepreisminderung auch Schadensersatz

Neben einer Reise­preis­minderung wollte der Kläger deshalb auch 1.000 Euro Schaden­ersatz vor Gericht erstreiten. Die Klage hatte aber nur zum Teil Erfolg: Die Richter bewerteten die falsche Zimmer­zuweisung als Mangel, der eine Preis­minderung von 30 Prozent rechtfertigte. Dass statt eines Bettes nur eine Couch zur Verfügung stand, begründete einen weiteren Minderungs­anspruch von 8 Prozent. Denn eine Couch erreiche den Komfort eines Doppel­bettes nicht annähernd.

Gericht verneint Anspruch auf Schadensersatz

Nach Ansicht der Richter war mit dieser Minderungs­quote aber auch der Frust über die Umstände mit­abgedeckt. Dass der Kläger sich als Einladender besonders für die Umstände verantwortlich gefühlt hatte, sei zwar verständlich. Das könne aber nicht dazu führen, dass dies zu Lasten des Ver­anstalters gehe.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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