wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Arbeitsrecht und Steuerrecht | 17.07.2019

Dienstwagen-Fahrtenbuch

Drohende Nachzahlungen: Haftungs­falle beim Dienstwagen-Fahrtenbuch vermeiden

Ordnungs­gemäße Führung des Fahrten­buches obliegt allein der Verantwortung des Arbeit­nehmers

(Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 17.10.2018 , Az. 5 AZR 538/17)

Arbeit­nehmer, die ihren Dienstwagen auch privat­nutzen dürfen, können ein Fahrtenbuch führen, um den Anteil privater und beruflicher Fahrten individuell zu bestimmen. Dieses Fahrtenbuch sollte in jedem Fall ordentlich geführt werden, rät Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler.

Werbung

Denn wenn der Arbeitgeber die Lohnsteuer für den privaten Nutzungs­vorteil auf Basis des Mitarbeiter-Fahrten­buches abrechnet, die Aufzeichnungen aber mangelhaft sind und das Finanzamt deshalb später Lohnsteuern nachfordert, so haftet der Mitarbeiter für die Steuern, entscheid das Bundes­arbeits­gericht (Az.: 5 AZR 538/17).

Arbeitnehmer wehrt sich gerichtlich gegen Abzug der nachgezahlten Lohnsteuer

Im konkreten Fall führte der Arbeit­nehmer auf eigenen Wunsch ein Fahrtenbuch. Das Finanzamt bemängelte dieses allerdings später und rechnete den privaten Nutzungs­vorteil nach der pauschalen Ein-Prozent-Methode ab, was zu einer höheren Lohnsteuer führte. Der Arbeitgeber führte die nach­zuzahlende Lohnsteuer an das Finanzamt ab, verrechnete sie aber mit einem Abfindungs­anspruch des Arbeit­nehmers.

Arbeitgeber kann Erstattung nachentrichteter Lohnsteuer verlangen

Die Klage des Mitarbeiters gegen diese Verrechnung blieb erfolglos, denn die ordnungs­gemäße Führung des Fahrten­buches obliegt allein der Verantwortung des Arbeit­nehmers, so das Urteil. Hat der Arbeitgeber wegen des mangelhaften Fahrten­buches zu wenig Lohnsteuer einbehalten und an das Finanzamt abgeführt, kann er vom Mitarbeiter die Erstattung sogenannter nach­entrichteter Lohnsteuer verlangen.

Voraussetzungen für ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch beachten

„Arbeit­nehmer, die für den überlassenen Dienstwagen statt der Ein-Prozent- die Fahrten­buch­methode wählen, sollten sich also vorab kundig machen, welche Bedingungen einzuhalten sind“, rät Isabel Klocke.

Zeitnahe und geschlossene Führung erforderlich

Wichtig ist, dass jede Fahrt zeitnah dokumentiert wird. Abfahrtsort sowie Ziel und Zweck der Fahrt sollten dabei erfasst werden. Das Fahrtenbuch muss außerdem eine geschlossene Form haben - lose Zettel­sammlungen werden vom Finanzamt nicht anerkannt.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#6649

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d6649
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!