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EU-Recht, Reiserecht und Schadensersatzrecht | 16.02.2016

Fluggastrecht

EU-Fluggastrechteverordnung: Keine Airline-Entschädigung wegen Flugverspätung bei fehlender Buchungsbestätigung

Name des Reisenden muss auf Passagierliste der Airline erscheinen
(Amtsgericht Frankfurt, Urteil vom 20.03.2016, Az. 30 C 2766/14 (47))

Eine Entschädigung wegen Annullierung oder Verspätung eines Fluges gibt es nur, wenn eine von der Airline bestätigte Buchung vorliegt. Dies ist dann der Fall, wenn der Name des Reisenden auf der Passagierliste der Fluggesellschaft erscheint. Eine Buchungsbestätigung des Veranstalters oder Reisebüros reicht nicht, entschied das Amtsgericht Frankfurt (Az.: 30 C 2766/14 (47)).

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Kläger erreichte sein Reiseziel erst mit sechs Stunden Verspätung und forderte eine Entschädigung

In dem verhandelten Fall hatten die Kläger eine Pauschalreise nach Gran Canaria im Internet gebucht. Die Buchungsbestätigung des Portals wies auch den Flug aus. Am Schalter wurde die Beförderung aber von der Airline verweigert. Die Kläger wurden auf einen anderen Flug gebucht, der mit gut sechs Stunden Verspätung das Ziel erreichte. Die Airline habe die Maschine schlicht überbucht, vermuteten die Kläger. Sie forderten wegen der Flugverspätung eine Entschädigung nach EU-Recht.

Die Klage wurde abgewiesen: Keine Buchungsbestätigung und somit auch keine Entschädigung

Das Gericht wies die Klage ab, weil die Kläger gar nicht erst auf der Passagierliste der Fluggesellschaft gestanden hatten. Damit fehle der Buchungsbestätigung des Reiseanbieters die Grundlage. Woran es bei der Datenübertragung gehapert hatte, konnte nicht geklärt werden.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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URL dieses Artikels: https://www.dawr/d2009
 

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