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Arbeitsrecht | 13.12.2019

Arbeits­zeugnis

Ehrlichkeit: Hinweis gehört in manchen Jobs ins Arbeits­zeugnis

Fehlende Angabe zur Ehrlichkeit ermöglichen negative Rück­schlüsse

(Landesarbeitsgericht Hamm, Urteil vom 31.01.2019, Az. 11 Sa 795/18)

Ob ein Mitarbeiter ehrlich ist, scheint auf den ersten Blick ein ungewöhnlicher Aspekt für ein Arbeits­zeugnis. In manchen Fällen kann der Hinweis aber üblich - oder gar entscheidend sein.

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In einigen Branchen ist es die Regel, dass Beschäftigte im Arbeits­zeugnis Ehrlichkeit bescheinigt bekommen. Dieser Hinweis darf nicht einfach wegfallen, wenn der Arbeitgeber nur den Verdacht hat, ein Mitarbeiter sei nicht ehrlich gewesen. Das zeigt ein Urteil (Az.: 11 Sa 795/18) des Landes­arbeits­gerichts Hamm.

Endzeugnis ohne Hinweis auf Ehrlichkeit

In dem Fall ging es um einen Verkaufs­stellen­verwalter. In seinem Zwischen­zeugnis stand die Bewertung „Er ist ehrlich, fleißig, pünktlich und zu­verlässig.“ Der Mitarbeiter kündigte, im Endzeugnis aber fehlte der Hinweis auf seine Ehrlichkeit. Der Arbeitgeber hatte darauf verzichtet, weil er dem Mitarbeiter vorwarf, dass er und weitere Mitarbeiter seit Beginn seiner Tätigkeit Waren entwendet beziehungs­weise Waren verbilligt abgegeben hätten.

Verkaufsstellenverwalter kann Erwähnung von Ehrlichkeit im Zeugnis fordern

Der Arbeitgeber konnte dies aber nicht hinreichend beweisen. Das Gericht entschied daher, dass der Arbeit­nehmer die gesonderte Erwähnung von Ehrlichkeit im Zeugnis fordern könne. Als Verkaufs­stellen­verwalter gehöre er zu dem Personen­kreis, in dem eine solche Angabe im Zeugnis erwartet werde. Ein Fehlen ermögliche negative Rück­schlüsse.

In einem Zeugnis dürfen nur Fakten stehen

Ein bloßer Verdacht auf unredliches Verhalten ist deshalb kein Grund, den Hinweis auf ehrliches Verhalten im Arbeits­zeugnis zu unterlassen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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