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Mietrecht | 31.03.2021

Eigen­bedarfs­kündigung

Eigen­bedarfs­kündigung für Au-pair ist zulässig

Platz für ein Au-pair recht­fertigt Eigen­bedarfs­kündigung

(Amtsgericht München, Urteil vom 12.01.2021, Az. 473 C 11647/20)

Für eine Eigen­bedarfs­kündigung muss es einen guten Grund geben. Der Einzug eines Au-pair kann als ein solcher Grund gelten. Zumindest dann, wenn die Wohnung des Vermieters nicht weit weg ist.

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Ein Eigentümer kann auch für ein Au-pair Eigenbedarf geltend machen. Zumindest dann, wenn der Au-pair in der Nähe der vom Vermieter genutzten Wohnung untergebracht werden soll. Das entschied das Amtsgericht München (Az.: 473 C 11647/20). Der Wunsch, eine Hilfe zur Kinder­betreuung bei sich aufzunehmen, ist ein vernünftiger und nachvoll­ziehbarer Grund.

Eigenbedarfskündigung wegen Unterbringung eine Au-pair

Der Kläger meldete für seine vermietete Wohnung Eigenbedarf an, weil er dort ein Au-pair unterbringen wollte. Er lebte mit seiner berufstätigen Frau und seinen Kindern im Grund­schulalter in der Nähe der vermieteten Wohnung. In seinem eigenen Haus sah er keine Möglichkeit, das Au-pair unter­zubringen.

Mieterin klagte gegen Kündigung

Die Mieterin wehrte sich gegen die Kündigung und argumentierte unter anderem mit ihrer Behinderung und dem Bezug von Hartz IV-Leistungen. Damit sei sie auf dem freien Wohnungs­markt praktisch chancenlos.

Gericht gab der Kündigung statt

Es sei hier nachvollziehbar, dass der Eigentümer seine Wohnung für das Au-pair nutzen wolle. Die Wohnung sei fußläufig von seinem bewohnten Eigenheim erreichbar. Es sei hier auch nachvollziehbar dargelegt worden, dass die Hilfskraft eben nicht in dem Haus untergebracht werden könne.

Raumaufteilung innerhalb der eigenen Wohnung ist allein Sache des Beklagten

Es könne nicht verlangt werden, dass der Eigentümer die Raum­aufteilung seines selbst genutzten Heimes ändert, um die Kündigung zu umgehen. Die Mieterin selbst habe zudem nur im Innen­stadt­bereich und besonders beliebten Wohn­vierteln nach einer Ersatz­wohnung geschaut und so nicht nachgewiesen, dass alles Erforderliche und Zumutbare getan wurde, um eine neue Wohnung zu finden.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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