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Steuerrecht | 20.01.2021

Renten­besteuerung

Einkommen­steuer: Aufschieben der Rente führt zu Steuer­nachteil

Maßgebend für den steuer­freien Anteil ist das Jahr des Renten­beginns

(Finanzgericht Schleswig-Holstein, Urteil vom 02.09.2020, Az. 2 K 159/19)

Alters­renten unterliegen der Besteuerung. Allerdings gibt es einen steuer­freien Anteil, der sich nach dem Jahr des Renten­eintritts richtet. Was gilt, wenn die Rente hinaus­geschoben wird?

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Senioren müssen prinzipiell für ihre Rente Einkommen­steuer zahlen. Dabei bleibt aber ein gewisser Anteil steuerfrei. Maßgebend für den steuer­freien Anteil ist das Jahr des Renten­beginns. „Je später man in Rente geht, desto niedriger ist der steuerfreie Anteil“, erklärt Isabel Klocke vom Bund. Bei Senioren, die 2005 oder früher in Rente gingen, betrug der steuerfreie Anteil beispiels­weise noch 50 Prozent der ersten Jahresrente. Senioren, die 2021 den Ruhestand antreten, bekommen hingegen lediglich noch 19 Prozent steuerfrei. Maßgebend ist dabei das Jahr des tatsächlichen Renten­beginns, entschied das Finanz­gericht Schleswig-Holstein (Az.: 2 K 159/19).

Kläger begehrt höheren steuerfreie Anteil

Im Streitfall stand dem Kläger mit Vollendung des 65. Lebens­jahres eine Rente aus dem Versorgungs­werk der Rechts­anwälte zu. Er beantragte die Renten­zahlung auf­zu­schieben und war noch drei Jahre bis 2012 berufstätig. In seiner Einkommen­steuer­erklärung für 2012 verlangte er, den steuer­freien Anteil für seine Rente mit dem Prozentsatz des Jahres 2009 zu bestimmen, denn dies sei das Jahr des eigentlichen Renten­eintritts.

FG: Maßgebend ist dabei das Jahr des tatsächlichen Rentenbeginns

Das Finanzamt und auch das Finanz­gericht Schleswig-Holstein zogen hingegen den geringeren Prozentsatz des Jahres 2012 heran, weil der Kläger erst in diesem Jahr tatsächlich in Rente gegangen war.

Revisionsverfahren beim BFH anhängig

Steuerlich werden dadurch die Senioren benachteiligt, die ihren Beruf noch länger ausüben und später in Rente gehen, weshalb der Kläger Revision beim Bundes­finanz­hof einlegte (Az: X R 29/20).

Einspruch einlegen

„Rentner in vergleich­barer Situation können sich auf das laufende Verfahren stützen und Einspruch gegen ihren Steuer­bescheid und den zu geringen steuer­freien Anteil einlegen“, rät Klocke. Dann bleibt der eigene Fall bis zu einem abschließenden Urteil offen. Die vom Finanzamt festgesetzten Steuern müssen allerdings zunächst gezahlt werden. Eine Korrektur wäre bei einem positiven Urteil dann möglich.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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