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Arbeitsrecht | 22.11.2021

Kündigung

Einmaliges Fehl­verhalten recht­fertigt keine Entlassung

Kein besonders schwerwiegendes Fehl­verhalten

(Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 03.08.2021, Az. 8 Sa 361/20)

Schon mal ein wenig bei der Arbeitszeit getrickst? Womöglich sogar erwischt worden? Wer sich bis dahin noch nichts hat zuschulden kommen lassen, muss deswegen keine Kündigung fürchten.

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Einmaliges, nicht besonders schwerwiegendes Fehl­verhalten im Job darf nicht sofort mit der Kündigung geahndet werden. Das hat das Landes­arbeits­gericht Rheinland-Pfalz entschieden (Az.: 8 Sa 361/20).

Streit um außerordentliche Kündigung

Konkret ging es in dem Fall um eine Auseinander­setzung zwischen dem Leiter der Finanz­abteilung einer Universitäts­klinik und seiner Arbeitgeberin. Dem Mann war die außer­ordentliche Kündigung ausgesprochen worden, nachdem er einen Blumengruß an eine erkrankte Mit­arbeiterin sowie eine Weihnachts­feier samt Häppchen auf Firmen­kosten abgerechnet hatte. Beides sei nicht durch die Richtlinien der Uniklinik gedeckt gewesen. Zudem hatte sich der Mann während der Weihnachts­feier nicht aus dem Zeit­erfassungs­system abgemeldet.

Arbeitsgericht sieht keinen „geeigneten Grund“ zur Kündigung

Gegen seine Kündigung ging der Leiter der Finanz­abteilung der Uniklinik mit Erfolg vor. Als Kündigungs­gründe für die fristlose Entlassung ließ das Gericht die verursachten Kosten für den Blumengruß und die Häppchen nicht gelten. Die unterbliebene Abmeldung aus dem Zeit­erfassungs­system sah das Gericht zwar grund­sätzlich als „geeigneten Grund“ zur Kündigung an.

Kündigung wegen einmaligen Fehlverhalten rechtwidrig

Weil das Arbeits­verhältnis zwischen der Uniklinik und dem Kläger bis zu diesem Zeitpunkt aber unbelastet war, sah das Gericht es als zumutbar an, die Beschäftigung fortzuführen. Berücksichtigt wurde auch die Unterhalts­pflicht des Mannes für vier Kinder. Aus diesen Gründen sah das Gericht die Beendigung des Arbeits­verhältnisses als unangemessen an und erklärte die ausgesprochene Kündigung für rechts­widrig.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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