wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Erbrecht | 27.04.2016

Steuer­frei­stellung

Elternhaus: Keine Erbschafts­steuer­befreiung bei Gebäude­abriss und Neubau

Modernisierung, Sanierung und Renovierung ist zulässig

(Finanzgericht München, Urteil vom 22.10.2014, Az. 4 K 847/13)

Das Elternhaus kann steuerfrei vererbt werden. Die erbenden Kinder sollten allerdings keinen Abriss mit Neubau planen, denn dann streicht das Finanzamt womöglich die Steuer­frei­stellung. Dies geht aus einer Entscheidung des Finanz­gerichts München hervor. Eine Modernisierung, Sanierung oder Renovierung des geerbten Wohnhauses ist hingegen zulässig. Dadurch geht die besondere Steuer­frei­stellung für das Elternhaus nicht verloren.

Werbung

Kläger riss geerbtes sanierungsbedürftiges Wohnhaus ab

Im Streitfall erbte der Kläger das sanierungs­bedürftige Wohnhaus seiner Mutter. Er ließ das geerbte Elternhaus abreißen und errichtete auf dem Grundstück einen Neubau. In der Erbschaft­steuer­erklärung beantragte er die besondere Steuer­frei­stellung des Familien­wohnheims.

Finanzamt und Finanzgericht lehnten Steuerbefreiung ab

Das Finanzamt und auch das Finanz­gericht lehnten die Steuer­befreiung ab, weil der Kläger durch den Abriss nicht mehr in das eigentliche Familien­wohnhaus einziehen könne. Dies gelte selbst dann, wenn der Abriss des alten Gebäudes für den Erben aus bautechnischen, ökonomischen oder ökologischen Gründen unvermeidbar gewesen ist. Zudem stellte das Finanz­gericht fest, dass die Abriss­kosten nicht als Nach­lass­verbindlichkeiten bei der Erbschaft­steuer abgezogen werden können (Az.: 4 K 847/13).

Zum Hintergrund

Je Kind und Elternteil gibt es bei der Erbschaft­steuer einen allgemeinen Freibetrag in Höhe von 400 000 Euro. Zusätzlich bleibt das Elternhaus steuerfrei, wenn das Kind unverzüglich selbst einzieht und mindestens zehn Jahre dort wohnt. Zudem darf die Wohnfläche nicht größer als 200 Quadrat­meter sein. Wird der allgemeine Freibetrag von 400 000 Euro also durch sonstiges Vermögen bereits aus­geschöpft, lohnt es sich, die zusätzliche Steuer­frei­stellung für das Familien­wohnheim zu nutzen. Erbende Kinder sollten in diesem Fall bei einem Komplett­abriss des geerbten Wohnhauses durchrechnen, ob dies steuerlich teuer wird.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#2422

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d2422
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!