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Steuerrecht | 15.09.2017

Entfernungs­pauschale

Entfernungs­pauschale gilt auch bei längeren Arbeits­einsätzen nur einfach

Für die Rückfahrt an einem anderen Tag ist kein weiterer Werbungs­kosten­abzug vorgesehen

(Finanzgericht Münster, Urteil vom 14.06.2017, Az. 6 K 3009/15 E)

Wer zur Arbeit fährt, fährt auch wieder nach Hause. Steuerlich wirkt sich in der Regel aber nur eine Wegstrecke aus. Aber was, wenn der Arbeits­einsatz mehrere Tage dauert? Können dann alle Fahrten abgerechnet werden?

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Die Kosten für den Weg zur Arbeit können Beschäftigte von der Steuer absetzen. Das Finanzamt erkennt grund­sätzlich 30 Cent pro Kilometer steuer­mindernd an. Allerdings gilt die Entfernungs­pauschale nur für eine Wegstrecke. Daran ändert sich auch nichts, wenn die Arbeits­einsätze mehrere Tage dauern. Denn auch wenn Hin- und Rückfahrt an verschiedenen Tagen stattfinden, ist die Entfernungs­pauschale nur einmal zu gewähren, entschied das Finanz­gericht Münster (Az.: 6 K 3009/15 E).

Flugbegleiter beantragte Abrechnung der Fahrkosten nach Dienstreisegrundsätzen

In dem verhandelten Fall hatte ein Flug­begleiter geklagt, der oft mehrtägige Einsätze hatte. Für das Jahr 2014 beantragte er den Ansatz sämtlicher Fahrtkosten zu seinem Beschäftigungs­ort nach Dienst­reise­grundsätzen. Das Finanzamt berücksichtigte jedoch lediglich die Entfernungs­pauschale, wobei es diese für Arbeits­einsätze, bei denen Hin- und Rückfahrt auf unter­schiedliche Tage fielen, jeweils nur einmal gewährte.

Kein weiterer Werbekostenabzug für Rückfahrt an einem anderen Tag

Dieses Vorgehen sei rechtens, befand nun das Finanz­gericht. Die Entfernungs­pauschale sei lediglich einmal pro Hin- und Rückfahrt anzusetzen. Die Pauschale sei für jeden Tag zu gewähren, an dem der Arbeit­nehmer seine erste Tätigkeitss­tätte von seiner Wohnung aus aufsuche. Für die Rückfahrt an einem anderen Tag sei kein weiterer Werbungs­kosten­abzug vorgesehen. Diese Auslegung führe zu einer Gleich­behandlung aller Arbeit­nehmer. Allerdings ließen die Richter Revision beim Bundes­finanz­hof (BFH) zu (Az.: VI R 42/17).

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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