wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Erbrecht | 31.05.2023

Erbschein

Erbschein kann trotz fehlenden Testaments erteilt werden

Nicht mehr auffindbares Testament steht Erteilung eines Erbscheins nicht entgegen

Oft handelt es sich beim eigenen Testament nur um ein beschriebenes Blatt Papier. Und so etwas kann schon mal verschüttgehen. Am letzten Willen des Verstorbenen rüttelt das aber nicht zwangs­läufig.

Werbung

Ein erstelltes, aber nicht mehr auffindbares Testament kann zwischen Erbparteien zum Zankapfel werden. Die Frage ist: Wurde das Testament vom Erblasser absichtlich zerstört, um es zu widerrufen? Ein Beschluss des Amts­gerichts Hameln (Az.: 18 VI 135/21), zeigt: Für einen solchen Verdacht braucht es stichhaltige Beweise.

Testament nicht mehr auffindbar

In dem konkreten Fall hat eine Frau unter rechts­anwaltlicher Beratung ein handschriftliches Testament aufgesetzt, in welchem sie eine ihrer Töchter als Alleinerbin einsetzte. Auf dem Weg zur Verwahrung in die zuständige Nachlass­abteilung des Amts­gerichts geht das Dokument verloren.

Nach dem Tod der Frau beantragt die durch das abhanden­gekommene Testament als Alleinerbin eingesetzte Tochter dennoch einen Erbschein. Die von der Erbfolge ausgeschlossene Tochter wider­spricht dem und bestreitet, dass das Testament verloren gegangen sei. Die Mutter habe es vielmehr zwischen der Erstellung und ihrem Tod vernichtet und es damit widerrufen.

AG erteilt Erbschein wie beantragt

Dieser Argumentation folgt das Gericht nicht und erteilt den Erbschein wie beantragt. Die Tatsache, dass ein Testament nicht mehr als körperliche Urkunde vorliege, stehe der Erteilung eines Erbscheins grund­sätzlich nicht entgegen. Für die Erteilung eines Erbscheins nach testamentarischer Erbfolge sei allein maßgeblich, dass das Gericht zu der Überzeugung gelangt, dass der Erblasser ein formgültiges Testament erstellt hat. Beweise dafür können etwa mögliche Zeugen­aussagen sein - in diesem Fall die von der Erblasserin konsultierte Anwältin.

Bloße Tatsachenbehauptung reicht nicht aus

Der bloße Vortrag über den Widerruf des Testaments ändert daran nichts. Die vom Erbe ausgeschlossene Tochter hätte den Widerruf des Testaments durch Vernichtung oder Erstellung eines anders­lautenden Testaments vielmehr beweisen müssen. Die reine Behauptung reicht nicht aus.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#10352