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Steuerrecht | 11.12.2019

Statiker­kosten

FG Baden-Württemberg: Steuer­ermäßigung für Handwerker­leistungen umfasst auch Statiker­kosten

Gutachter­kosten eines Statikers können bei der Einkommens­steuer­erklärung geltend gemacht werden

(Finanzgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 04.07.2019, Az. 1 K 1384/19)

Wände streichen, Fliesen erneuern, Bad modernisieren - manchmal ist auf den ersten Blick klar, was eine Handwerker­leistung ist. Zählen auch Statik-Gutachten und ziehen einen Steuerbonus nach sich?

Haus­besitzer, die einen Handwerker mit Reparaturen beauftragen, können die Arbeits­kosten von der Steuer absetzen. Das gilt nach einem Urteil des Finanz­gerichts Baden-Württemberg (Az. 1 K 1384/19) auch für Statiker­kosten, die im Vorfeld einer Bau­maßnahme anfallen. Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler empfiehlt deshalb: „Ist die erbrachte Gutachter­leistung eng mit der Handwerker­leistung verbunden und Voraussetzung dafür, dass der Handwerker überhaupt tätig werden kann, sollten auch diese Ausgaben bei der Einkommen­steuer­erklärung angegeben werden.“

Handwerker erklärt statische Berechnung als Voraussetzung

Im konkreten Fall ließ ein Ehepaar in seinem Wohnhaus die Holz­stützen im Dach­geschoss durch Stahl­stützen ersetzen. Der hierfür beauftrage Handwerker erklärte, dass vorab eine statische Berechnung unbedingt erforderlich sei. Deshalb ließ das Paar eine entsprechende Berechnung durchführen, wofür der Statiker rund 535 Euro in Rechnung stellte.

Finanzamt: Gutachterkosten keine steuerlich begünstigte Handwerkerleistungen

Davon machte das Ehepaar 20 Prozent, also gut 107 Euro, in seiner Einkommen­steuer­erklärung als Handwerker­leistung geltend. Das Finanzamt blockte dies ab: Es handele sich um reine Gutachter­kosten, nicht um steuerlich begünstigte Handwerker­leistungen.

FG: Gutachterkosten als Nebenleistung der Handwerkerleistung absetzbar

Das sah das Finanz­gericht Baden-Württemberg anders und gab dem klagenden Paar Recht. Im Fall der Eheleute seien die Gutachter­kosten eine Neben­leistung der Handwerker­leistung, die für den Austausch der Stütz­balken erforderlich war und nicht davon getrennt werden könne.

Verfahren beim Bundesfinanzhof anhängig

Allerdings ist das steuer­zahler­freundliche Urteil noch nicht rechts­kräftig, da das Finanzamt Revision beim Bundes­finanz­hof eingelegt hat (Az.: VI R 29/19).

Betroffene Steuer­zahler mit Fällen, in denen vor der Bau­maßnahme ebenfalls eine statische Berechnung zwingend erforderlich war, können sich aber auf das Gerichts­verfahren stützen und Ausgaben für den Statiker bei der Steuer ansetzen.

Anerkennung abgelehnt - Einspruch erheben

„Akzeptiert das Finanzamt die Ausgaben nicht, kann Einspruch gegen den Steuer­bescheid erhoben und auf das laufende Gerichts­verfahren beim Bundes­finanz­hof verwiesen werden“, so Isabel Klocke. Dann bleibt der eigene Fall bis zu einer Entscheidung des Bundes­finanz­hofs offen.

Bis zu 20 Prozent der Aufwendungen sind absetzbar

In der Einkommen­steuer­erklärung können bis zu 20 Prozent der Aufwendungen für Handwerker­leistungen zur Renovierung, Erhaltung oder Modernisierung geltend gemacht werden. Die Steuer kann so um maximal 1200 Euro gesenkt werden.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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