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Steuerrecht | 10.08.2018

Steuer­bescheid

FG Düsseldorf: Finanzamt muss augenscheinlichen Fehler im Bescheid berichtigen

Korrekturen des Steuer­bescheids bei leicht erkennbaren Fehlern auch nach ein­monatiger Einspruchs­frist möglich

(Finanzgericht Düsseldorf, Urteil vom 17.10.2017, Az. 13 K 3544/15 E)

Die Formulare für die Steuer­erklärung auszufüllen, fällt nicht allen Steuer­zahlern leicht. Doch keine Sorge: Wer einen Fehler macht, kann ihn korrigieren lassen. „Dies gilt zumindest dann, wenn der Fehler für das Finanzamt leicht erkennbar war“, erläutert Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler mit Blick auf eine Entscheidung des Finanz­gerichts Düsseldorf (Az.: 13 K 3544/15 E).

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Finanzamt lehnt Änderung der Steuerbescheide ab

In dem Fall hatte ein Notar die Beiträge für das berufs­ständische Versorgungs­werk - also die Rentenkasse für Notare - in seiner Einkommen­steuer­erklärung in die falsche Formular­zeile eingetragen. Obwohl er die Bescheinigungen der Steuer­erklärung beigefügt hatte, übernahm das Finanzamt die fehler­haften Eintragungen aus der Steuer­erklärung, sodass die Ausgaben nicht in zutreffendem Maße steuer­mindernd berücksichtigt wurden. Dem Notar fiel sein Versehen erst nach Ablauf der Einspruchs­frist auf. Das Finanzamt lehnte deshalb eine Änderung der Steuer­bescheide ab.

Steuerbescheid kann bis zum Ablauf der Festsetzungsfrist berichtigt werden

Das Finanz­gericht gab dem Steuer­zahler hingegen Recht. Denn das Finanzamt hätte das Versehen des Steuer­zahlers leicht erkennen können, sodass eine offenbare Unrichtigkeit vorliegt. In diesen Fällen kann der Steuer­bescheid bis zum Ablauf der Festsetzungs­frist von vier Jahren noch berichtigt werden.

Überprüfung des Steuerbescheids ratsam

„Insgesamt ist es jedoch ratsam, die Steuer­formulare sehr sorgfältig auszufüllen, sodass alle Ausgaben auch direkt vom Finanzamt bei der Steuer­berechnung berücksichtigt werden“, rät Isabel Klocke. Spätestens wenn der Steuer­bescheid kommt, sollte man nochmal alle Daten überprüfen. Bemerkt man einen Fehler, so kann innerhalb eines Monats unproblematisch Einspruch gegen den Bescheid eingelegt werden.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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