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Steuerrecht | 10.07.2019

Über­stunden­vergütung

FG Münster: Für nach­gezahlte Über­stunden gilt ermäßigter Steuersatz

Über­stunden­vergütung für mehrere zurückliegende Jahre ist mit Fünftel­methode ermäßigt zu besteuern

(Finanzgericht Münster, Urteil vom 23.05.2019, Az. 3 K 1007/18 E)

Arbeit­nehmer, die für mehrere zurückliegende Jahre eine Über­stunden­vergütung erhalten, können dafür einen ermäßigten Steuersatz verlangen. Der Vorteil: Es werden deutlich weniger Einkommen­steuern fällig.

„Voraussetzung dafür ist, dass die Über­stunden­vergütung für einen Zeitraum von mehr als 12 Monaten nachgezahlt wird“, erklärt Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler. In diesen Fällen kann die sogenannte Fünftel-Regelung greifen, entschied das Finanz­gericht Münster (Finanzgericht Münster, Urteil vom 23.05.2019, Az. 3 K 1007/18 E).

Streit um Steuersatz bei Überstundenvergütung

Im dem zugrunde liegenden Fall leistete ein Arbeit­nehmer in den Jahren 2013 bis 2015 insgesamt 330 Über­stunden. Weil er aufgrund einer Erkrankung nicht mehr an seinen Arbeits­platz zurück­kehren konnte, schloss er mit seinem Arbeitgeber 2016 einen Aufhebungs­vertrag. Für die geleisteten Über­stunden wurde eine Vergütung in Höhe von 6.000 Euro vereinbart.

Finanzamt verlangt vollen Steuersatz

Das Finanzamt verlangte für die Über­stunden­vergütung den vollen Steuersatz. Das ließ der Arbeit­nehmer nicht gelten und legte Klage beim Finanz­gericht ein.

FG: Überstundenvergütung muss wie Lohnnachzahlung ermäßigt besteuert werden

Mit Erfolg, denn die Richter zogen den Vergleich zu einer Vergütung für mehrjährige Tätigk­eiten. Auch diese werden ermäßigt besteuert, die Über­stunden­vergütung könne steuerlich nicht anders behandelt werden als eine Lohn­nachzahlung, so die Urteils­begründung.

Revision zum Bundesfinanzhof zugelassen

Das Urteil ist noch nicht rechts­kräftig, da das Gericht die Revision zum Bundes­finanz­hof zugelassen hat. „Betroffene Arbeit­nehmer, die eine geballte Über­stunden­vergütung für eine mehrjährige Tätigkeit erhalten, können sich dennoch auf die Gerichts­entscheidung berufen“, sagt Isabel Klocke.

Betroffene Steuerpflichtige sollten Einspruch einlegen

Rechnet der Arbeitgeber für die Über­stunden­vergütung zunächst mit dem vollen Steuersatz ab, kann in der Einkommen­steuer­erklärung der ermäßigte Steuersatz beantragt und Einspruch eingelegt werden, wenn das Finanzamt die Fünftel-Regelung nicht anwendet. Zur Begründung des Einspruchs sollte das Akten­zeichen des Gerichts genannt werden.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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