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Steuerrecht | 20.05.2019

Entfernungspauschale

FG Münster: Regelmäßiges Aufsuchen einer Baustelle begründet allein noch keine erste Tätigkeitsstätte

Wer mehrere Jahre auf derselben Baustelle tätig ist, kann unter Umständen die Reisekosten von der Steuer absetzen

(Finanzgericht Münster, Urteil vom 25.03.2019, Az. 1 K 447/16 E)

Baustellen gelten aus steuerlicher Sicht als vorübergehende Arbeits­stätte. Das bedeutet: Arbeit­nehmer können alle Fahrten zur Baustelle mit dem erhöhten Reisekosten­ansatz in ihrer Steuer­erklärung abrechnen. Gilt das auch, wenn der Einsatz viele Jahre dauert?

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An den Kosten für die Fahrt zur Arbeit können Steuer­zahler das Finanzamt beteiligen. Wie viel anerkannt wird, ist abhängig davon, wohin der Arbeit­nehmer fährt. Alle Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte, in der Regel ist das der Be­triebs­sitz, können über die Entfernungs­pauschale geltend gemacht werden. Das heißt: Anerkannt werden 0,30 Euro pro Kilometer für eine Wegstrecke. Alle Fahrten zu anderen Tätigkeits­stätten können komplett - das heißt für die ganze Strecke - mit der Kilometer­pauschale abgerechnet werden.

Was als erste Tätigkeitsstätte gilt, ist dabei immer wieder umstritten. Nach einem neuen Urteil des Finanz­gerichts Münster gilt eine Baustelle auch dann nicht zwingend als erste Tätigkeitsstätte, wenn der Einsatz insgesamt ununterbrochen länger als vier Jahren andauert (Az.: 1 K 447/16 E).

Mehrjähriger befristeter Einsatz auf einer Baustelle

In dem verhandelten Fall war ein angestellter Elektro­monteur seit mindestens 2010 ununterbrochen auf einer Baustelle eingesetzt worden. Die Auftrag­geberin hatte dabei jeweils befristete Aufträge an die Arbeitgeberin von längstens 36 Monaten erteilt. Auf dieser Grundlage wurde auch der Kläger auf der Baustelle eingesetzt.

Kläger macht Fahrtkosten zur Baustelle sowie Verpflegungsmehraufwendungen geltend

Der Monteur machte für das Streitjahr 2014 Fahrtkosten zur Baustelle an 227 Tagen mit einem Kilometer­satz von 0,30 Euro für die Hin- und Rückfahrt sowie Verpflegungs­mehr­aufwendungen geltend. Das Finanzamt berücksichtigte dagegen nur die Entfernungs­pauschale. Begründung: Die Baustelle sei nach einem Einsatz von mehr als 48 Monaten zur ersten Tätigkeitsstätte des Klägers geworden.

FG verneint erste Tätigkeitsstätte - Fahrtkosten und Verpflegungsmehraufwendungen absetzbar

Dies sah das Finanz­gericht anders: Der Kläger habe im Streitjahr keine erste Tätigkeitsstätte gehabt, so dass er Fahrtkosten und Verpflegungs­mehr­aufwendungen nach Reisekosten­grundsätzen abziehen könne. Zwar sei der Monteur rückwirkend insgesamt mehr als 48 Monate an dem Einsatzort tätig gewesen. Allerdings seien die Aufträge seiner Arbeitgeberin immer befristet gewesen. Dementsprechend habe der Kläger seine Wohn­situation nicht entsprechend ausrichten können.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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