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Strafrecht | 18.01.2016

Unfall

Fahrerlaubnisentzug: Fahren unter Alkoholeinfluss führt nicht immer zum Entzug des Führerscheins

Grenzwert von 1,1 Promille darf jedoch nicht überschritten sein
(AG Dessau-Roßlau, Beschluss vom 24.09.2014, Az. 11 Gs 472/14)

Ein Unfall unter Alkoholeinfluss muss nicht immer dazu führen, dass dem Verursacher der Führerschein entzogen wird. Darauf lässt zumindest ein Urteil des Amtsgerichts Dessau-Roßlau schließen (Az.: 11 Gs 472/14). Das gilt vor allem, wenn der Betroffene den Grenzwert von 1,1 Promille nicht überschritten hat.

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Autofahrer verursachte Unfall mit Sachschaden unter Alkoholeinfluss

In dem verhandelten Fall hatte ein Autofahrer in der Stadt die Vorfahrt missachtet. Es kam zum Unfall, bei dem ein Sachschaden entstand. Eine Blutprobe ergab bei dem Unfallverursacher 0,65 Promille. Die Staatsanwaltschaft wollte ihm daraufhin die Fahrerlaubnis entziehen.

Autofahrer durfte Führerschein behalten

Ohne Erfolg: Der Autofahrer habe in diesem Fall zwar die Vorfahrt missachtet, erklärten die Richter. Es sei aber nicht zweifelsfrei erwiesen, dass dies auf den Alkohol zurückzuführen sei. Da der Fahrer durch den Alkohol außerdem keine extremen Ausfallerscheinungen hatte, sah das Gericht keine weiteren Anhaltspunkte, die einen Entzug des Führerscheins rechtfertigen würden.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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