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Steuerrecht | 28.10.2020

Entfernungs­pauschale

Fahrtkosten bei Vermietung über Werbungs­kosten absetzen

Für häufige Fahrten gelten jedoch andere Regeln

(Finanzgericht Köln, Urteil vom 19.02.2020, Az. 1 K 1209/18)

Vermieter, die ihre Mietobjekte nur gelegentlich aufsuchen, können die Fahrten nach den Regeln für Dienst­reisen abrechnen. Kommt der Vermieter regelmäßig vorbei, gelten jedoch andere Regeln.

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Vermieter können die Fahrtkosten zu ihren Objekten steuerlich geltend machen. Wie das passiert, hängt davon ab, wie regelmäßig er diese aufsucht.

Gelegentliche Fahrten zum Mietobjekt sind absetzbar

Fährt der Vermieter nur gelegentlich zu seinem Mietobjekt, kann er die Fahrtkosten nach den Regeln für Dienst­reisen als Werbungs­kosten bei seinen Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abziehen.

„Das ist zum Beispiel der Fall, wenn der Vermieter das Mietobjekt nur einmal im Monat aufsucht, um nach dem Rechten zu schauen“, erklärt Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler. In diesem Fall können die tatsächlichen Kosten für Hin- und Rückfahrt bei der Steuer geltend gemacht werden.

Immobilie kann erste Tätigkeitstätte sein

Ein Vermieter kann - vergleichbar mit einem Arbeit­nehmer - an seinem Mietobjekt aber aus­nahmsweise auch eine erste Tätigkeitss­tätte haben.

Das kann der Fall sein, wenn er seine Immobilie nicht nur gelegentlich aufsucht, sondern regelmäßig, um dort zum Beispiel anfallende Reparaturen oder Pflege­maßnahmen durchzuführen, entschied das Finanz­gericht Köln (Az.: 1 K 1209/18).

Streit um geltend gemachte Fahrkosten

In dem Fall besaß der Kläger mehrere Immobilien, die er vermietete. Er suchte die Objekte häufig auf, um dort in Eigen­leistung diverse Arbeiten zu verrichten. Für die Fahrten rechnete er bei seiner Steuer­erklärung die tatsächlichen Fahrtkosten in Höhe von 0,42 Euro ab.

Richter gewährten nur Entfernungspauschale

Das Finanzamt und auch das Finanz­gericht Köln gewährten hingegen nur die Entfernungs­pauschale von 0,30 Euro. Denn im Fall des Klägers übte er - ähnlich wie ein Arbeit­nehmer - mehr als Drittel seiner Tätigkeit dort aus. Die Fahrtkosten zwischen zwei Objekten sowie Beschaffungs­fahrten sind hingegen mit den tatsächlichen Kosten anzusetzen, so das Gericht.

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Abrechnung der Fahrtkosten hängt vom Einzelfall ab

„Um die Kosten im Einzelnen nach­zuweisen, empfiehlt es sich, Aufzeichnungen zu führen“, rät Klocke. So sollte dokumentiert werden, wann welches Mietobjekt aufgesucht wurde, welche Beschaffungs­fahrten erfolgten, zum Beispiel um Material zu besorgen, und ob man zwischen den Immobilien gependelt ist. Dies kann etwa mit Hilfe eines Fahrten­buches erfolgen.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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