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Familienrecht | 03.03.2021

Vaterschafts­anfechtung

Familiäre Beziehungen vor biologischer Vaterschaft

Keine Anfechtung bei sozial-familiärer Bindung zwischen rechtlichem Vater und Kind

(Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 12.11.2020, Az. 12 WF 221/20)

Wer ist der Vater eines Kindes? Das kann überprüft werden. Allerdings gibt es Gründe, die gegen einen solchen Test sprechen. Das zeigt eine Gerichts­entscheidung.

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Glaubt ein Mann, der biologische Vater eines Kindes zu sein, kann er das nicht einfach so gerichtlich feststellen lassen. Entscheidend ist vielmehr, in was für einer Familien­situation das Kind lebt. So eine Ent­scheidung des Ober­landes­gerichts Hamm (AZ: 12 WF 221/20).

Biologischer Vater oder nicht

Im verhandelten Fall geht es um ein im Juni 2020 geborenes Mädchen. Es lebt bei seiner Mutter und deren Ehemann. Dieser Mann sei nicht der biologische Vater, behauptet ein anderer Mann, der Vater sei er selbst. Die Frau habe vor der Geburt noch eine eigene Wohnung gehabt und er habe mit Beginn der Schwangerschaft Verantwortung für das Kind übernehmen wollen.

Begehrte Vaterschaftsanfechtung nicht zugelassen

Als der Mann nun seine Vaterschaft gerichtlich feststellen lassen wollte und Verfahrens­kostenhilfe beantragte, wurde diese abgelehnt. Sein Antrag habe keine hinreichende Aussicht auf Erfolg, argumentierte das Gericht.

Familiäre Bindung geht vor Feststellung der Vaterschaft

Zwischen dem rechtlichen Vater und dem Mädchen bestehe eine sozial-familiäre Beziehung. Er übernehme eindeutig Verantwortung für das Kind, weil er spätestens seit der Geburt mit Mutter und Kind zusammen­lebe. Diese Beziehung wiege schwerer als der Wunsch des Antrag­stellers, seine Vaterschaft feststellen zu lassen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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