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Mietrecht | 04.12.2018

Mietmangel

Feuchter Keller: Vermieter muss nur Mangel, aber nicht immer Mangelursache beseitigen

Vermieter muss Ursache eines Mietmangels nur im begründeten Einzelfall nachgehen und beheben

(Landgericht Bremen, Urteil vom 05.09.2018, Az. 1 S 281/17)

Treten im Keller Mängel durch Feuchtigkeit, haben Mieter meist einen Anspruch auf Beseitigung. Die Frage ist nur: In welchem Umfang muss sich der Vermieter kümmern? Unter bestimmten Umständen reicht es aus, wenn der Vermieter die erkennbaren Schäden beseitigt und so zumindest vorüberg­ehend den vertrags­mäßigen Zustand wieder herstellt, urteilte das Amtsgericht Bremen.

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Das Landgericht Bremen argumentierte in der Berufung, dass der Vermieter nur im begründeten Einzelfall auch der Ursache des Mangel nachgehen und diese beheben müsse (Az.: 1 S 281/17).

LG verneint Anspruch auf Beseitigung der Mangelursache

Laut Landgericht ist entscheidend, wie wahrschein der Mangel erneut auftritt und wie hoch die Kosten für die Beseitigung der Ursachen ausfallen.

Streit um Feuchtigkeit im Keller

Im verhandelten Fall war nicht klar, ob die Ursache außen oder innen lag - denn in dem Altbau gab es zum einen eine unzureichend abgedichtete Außenwand. Zum anderen hatte es in der Vergangenheit eine Über­flutung in den Räumen gegeben.

Vermieter schuldet lediglich die Beseitigung des eigentlichen Mangels

Der Vermieter beauftragte also Handwerker. Sie verspachtelten die betroffenen Flächen. Nach Angaben der Mieterin sei der Keller seit dem trocken geblieben. Da nicht absehbar ist, ob die Feuchtigkeit wieder auftritt, war die ergriffene Maßnahme ausreichend. Die Berufung blieb also ohne Erfolg.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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