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Reiserecht und Schadensersatzrecht | 18.09.2018

Zug­verspätung bei Rail-and-Fly

Flug wegen Zug­verspätung verpasst: Rail-and-Fly-Reisende müssen Kosten selbst tragen

Kein Anspruch auf eine Erstattung der Kosten wegen Verletzung der „Mitwirkungs­obliegen­heiten“

(Amtsgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 20.02.2018, Az. 32 C 1966/17)

Bietet ein Reise­veranstalter ein Zug-zum-Flug-Ticket inklusive an, muss er für Verspätungen der Bahn geradestehen.

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Trotzdem müssen Urlauber ihren Teil dazu beitragen, rechtzeitig am Flughafen zu sein. Sonst haben sie keine Ansprüche auf eine Erstattung der Kosten, wenn sie ihren Flieger verpassen. Das zeigt ein Urteil des Amts­gerichts Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 20.02.2018, Az. 32 C 1966/17).

Hinweis von Reiseveranstalter zur Ankunftszeit am Flughafen

In dem verhandelten Fall ging es um eine Flugreise von Köln/Bonn nach Thailand. Der Reise­veranstalter hatte den Urlaubern ein Rail-and-Fly-Ticket für die Anreise zum Airport ausgestellt - und darum gebeten, drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.

Zugverspätung bei Rail-and-Fly

Der Flug sollte um 14.55 Uhr starten. Die Kläger verpassten die Maschine, weil sich ihr Zug 103 Minuten verspätete. Sie buchten Ersatz­flüge und forderten dieses Geld und Schaden­ersatz vom Reise­veranstalter.

Das Gericht wies die Klage ab

Der Grund: Die Kläger hatten einen Zug gewählt, der regulär erst um 12.10 am Bahnhof Siegburg/Bonn gewesen wäre - also 2 Stunden und 45 Minuten vor Abflug.

Verspätungen müssen einkalkuliert werden

Die Urlauber verletzten dadurch ihre „Mitwirkungs­obliegen­heiten“, so die Richter. Sie hätten eine Verbindung wählen müssen, mit der sie rechtzeitig mindestens drei Stunden vor Abflug am Schalter gewesen wären. Daher konnten sie vom Veranstalter kein Geld zurück­verlangen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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