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EU-Recht, Reiserecht und Schadensersatzrecht | 18.11.2019

Flugannullierung

Flugannullierung wegen defekter Warnleuchte begründet Anspruch auf Schadens­ersatz

Von Flugannullierung betroffener Fluggast kann auch Erstattung der Hotel-Storno­kosten verlangen

(Amtsgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 13.10.2018, Az. 31 C 2052/18 (15))

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die einen Urlaub ruinieren - zum Beispiel eine defekte Warnleuchte im Flugzeug. Doch Reisende bleiben dann nicht auf ihren Kosten sitzen, zeigt ein Urteil.

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Wenn eine Airline einen Flug wegen einer defekten Warnleuchte annulliert, muss sie den Passagieren eine Entschädigung zahlen. Fällt die gesamte Reise eines Kunden ins Wasser, weil kein Ersatzflug freie Plätze hat, muss die Fluggesellschaft auch die Storno­kosten für das Hotel tragen. Das entschied das Amtsgericht Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 13.10.2018, Az. 31 C 2052/18 (15)).

Flugannullierung wegen defekter Warnleuchte

In dem verhandelten Fall ging es um einen Kurzurlaub von wenigen Tagen in Marseille. Der Flug ab Frankfurt musste wegen einer defekten Warnleuchte im Flieger annulliert werden. Zunächst deutete die Leuchte auf ein mögliches Feuer hin, was sich jedoch als Fehlalarm herausstellte. Der Flug fiel trotzdem aus. Vor dem Nachtflug­verbot am Abend konnte keine andere Maschine abheben. Weil der Kläger auch nicht auf einen Flug am nächsten Tag umgebucht werden konnte, sagte er den Urlaub ab. Im Hotel fielen Storno­gebühren an.

Kläger verlangt Schadensersatz sowie Erstattung der Hotel-Stornokosten

Der Mann bekam von der Fluggesellschaft die Ticket­kosten erstattet. Er forderte vor Gericht aber auch eine Entschädigung von zweimal 250 Euro für sich und seine Begleitung sowie eine Erstattung der Hotel-Storno­kosten von 307,57 Euro. Die Airline berief sich auf außergewöhnliche Umstände, die von der Zahlung befreien würden.

Defekte Warnleuchte gilt nicht als außergewöhnlicher Umstand

Das Gericht gab dem Kläger Recht. Die defekte Warnleuchte und die weiteren Verzögerungen im Betriebs­ablauf seien keinesfalls als außergewöhnlicher Umstand zu werten. Der Reisende bekam sowohl die Entschädigung nach EU-Recht als auch die Storno­kosten erstattet.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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