wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

EU-Recht und Fluggastrecht | 23.07.2020

Flugannullierung

Fluggästen haben Anspruch auf Ent­schädigung bei vorsorglicher Flugannullierung

Kein Vorliegen eines außergewöhnlichen Umstands

(Landgericht Berlin, Urteil vom 28.05.2019, Az. 67 S 49/19)

Schlechtes Wetter kann eine Flugreise vereiteln. Die Airline kann in diesem Fall oft wenig tun. Doch Passagieren steht trotzdem eine Ent­schädigung zu - wenn eine wichtige Bedingung erfüllt ist.

Werbung

Am kommenden Tag droht Schlecht­wetter, daher streicht die Airline schon am Vorabend vorsorglich den Flug: Eine solche Annullierung müssen Reisende nicht einfach hinnehmen. Ihnen steht in diesem Fall eine Ent­schädigung nach EU-Recht zu, entschied das Landgericht Berlin (Az.: 67 S 49/19).

Sturm und Unwetter können außergewöhnliche Umstände sein

Eine Ausgleichs­zahlung nach der EU-Fluggast­rechts­verordnung steht den Passagieren immer dann zu, wenn sich die Fluggesellschaft bei Annul­lierungen und langen Verspätungen nicht auf außergewöhnliche Umstände berufen kann. Dabei handelt es sich um Ereignisse, die außerhalb des Einfluss­bereichs der Airline liegen. Schlechtes Wetter wie Sturm und Gewitter kann durchaus darunter­fallen.

Airline annulliert wegen Schlechtwetter vorsorglich Flüge

Bei einer von der Flug­sicherung angeordneten Ein­schränkung der Flüge wegen Schlecht­wetters hätte es sich laut Gericht um einen außergewöhnlichen Umstand gehandelt - doch eine solche Anordnung lag nicht vor. Vielmehr entschied sich die Fluggesellschaft auf Basis eigener Prognosen freiwillig zur Streichung des Fluges. Man habe aufgrund des angekündigten schlechten Wetters „totales Chaos am Tag der Flug­operation“ gefürchtet, so die Airline.

Zahlungsanspruch kann nicht verweigert werden

Diese Argumentation überzeugte das Gericht nicht. Die reine Vermutung, es könnte zu Flug­beschränkungen kommen, reiche nicht aus, um den Zahlungs­anspruch zu verweigern. Dabei spielte es keine Rolle, dass die Flug­sicherung am Folgetag die Zahl der Flüge tatsächlich leicht reduzierte. Eine Airline müsse ihren Flugplan so gestalten, dass kleinere Störungen des Betriebs­ablaufs zu verkraften seien.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ku

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#7594

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d7594
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!