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Schadensersatzrecht und Verbraucherrecht | 05.10.2020

Friseur­besuch mit Folgen

Friseur­kundin hat Anspruch auf Schmerzens­geld nach Verbrennungen und Ver­ätzungen durch Blondierung

5.000 Euro Schmerzens­geld angemessen

(Oberlandesgericht Köln, Urteil vom 19.06.2020, Az. 20 U 287/19)

Wer verletzt wird, hat Anspruch auf Schmerzens­geld. Wie hoch dieses ausfällt, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Klar ist: Mit einem Gutschein muss man sich nicht zufrieden geben.

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Wird man bei einer unsachgemäß ausgeführten Friseur­behandlung verletzt, hat man Anspruch auf Schmerzens­geld und Schaden­ersatz. Wegen Verbrennungen, Ver­ätzungen und einer kahlen Stelle bekam eine Frau 5000 Euro Schmerzens­geld zugesprochen. Das entschied das Oberlandes­gericht Köln (Az.: 20 U 287/19). Eine bestehende Haft­pflicht­versicherung des Friseurs ist allerdings kein Grund, die Ansprüche zu erhöhen.

Verbrennungen und Verätzungen durch Blondiercreme

Im Dezember 2016 wollte sich die Klägerin im Friseur­salon blonde Haar­strähnen färben lassen. Die verwendete Blondier­creme verursachte allerdings Verbrennungen beziehungs­weise Ver­ätzungen 1. bis 2. Grades. Die Kundin musste sich daraufhin einer monate­langen Schmerz- und Infektions­behandlung mit verschiedenen Medikamenten unterziehen. An einer Stelle am Kopf wächst zudem kein Haar mehr.

Kundin klagt und bekommt Schadenersatz und Schmerzensgeld

Der Friseur bot zur Ent­schädigung einen Gutschein an. Die Kundin wollte hingegen Schmerzens­geld in Höhe von 10.000 Euro sowie Schaden­ersatz. Das Landgericht verurteilte den Beklagten zu Schaden­ersatz und zur Zahlung eines Schmerzens­geldes von 4000 Euro.

OLG erhöht Schmerzensgeld

Das Oberlandes­gericht erhöhte in der Berufungs­verhandlung das Schmerzens­geld auf 5000 Euro. Die Begründung: Man müsse die erheblichen Folgen der Blondierung mit zahlreichen Arzt­besuchen und erheblichen Beeinträchtigungen berücksichtigen.

5.000 Euro Schmerzensgeld angemessen

Diese seien Schmerzen, eine bakterielle Infektion sowie die mehr­wöchige regelmäßige Einnahme von Schmerz­mitteln, Antibiotika, Kortikoiden und der Dauer­schaden am Hinterkopf der Klägerin. Daher sei ein Schmerzens­geld in Höhe von 5000 Euro auch im Verhältnis zu anderen vergleichbar gelagerten Sach­verhalten angemessen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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