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Arbeitsrecht | 17.02.2020

Kündigung

Fristlose Kündigung wegen Missbrauchs von Kundendaten gerechtfertigt

Kundendaten dürfen nicht zum Aufdecken vermeint­licher Sicherheits­lücken verwendet werden

(Arbeitsgericht Siegburg, Urteil vom 15.01.2020, Az. 3 Ca 1793/19)

Daten­missbrauch kann Grund für eine fristlose Kündigung sein. Das gilt vor allem, wenn es um die Daten von Kunden geht - und unabhängig davon, was man mit den Daten anstellt.

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Wer bei der Arbeit Zugriff auf sensible Kundendaten hat, muss diese schützen. Ein bewusster Missbrauch der Daten kann zur Kündigung führen. Das gilt auch dann, wenn dahinter gute Absichten stecken - zum Beispiel, weil man den Kunden auf Sicherheits­lücken hinweisen will. Das geht aus einem Urteil des Arbeits­gerichts Siegburg (Az.: 3 Ca 1793/19) hervor.

Kundendaten zur Aufdeckung von Sicherheitslücken missbraucht

Kläger in dem Fall war der ehemalige Mitarbeiter einer Software­firma. Er wollte dem Vorstand eines Kunden demon­strieren, wie leicht und potenziell gefährlich Daten­missbrauch ist - und griff dafür zu einem ungewöhnlichen Mittel. Mit einem privaten Daten-Stick lud der Mitarbeiter von einem verschlüsselten Rechner des Kunden die Namen, Adressen und Bank­verbindungen von zwei Vorstands­mitgliedern herunter. Dann nutzte er diese Daten, um von einem Computer in einem Spielcasino aus im Namen der Vorstands­mitglieder Kopfschmerz­tabletten zu bestellen. Die damit verbundene Botschaft: Daten­missbrauch kann Kopf­schmerzen verursachen.

Fristlose Kündigung gerechtfertigt

Die Software­firma kündigte ihrem Mitarbeiter daraufhin fristlos, der Mann klagte - und verlor. Als Angestellter sei er verpflichtet, Rücksicht auf die Interessen des Arbeit­gebers zu nehmen, erklärte das Gericht. Mit seinem Verhalten habe er das Vertrauen des Kunden in die Firma jedoch massiv beschädigt, unabhängig von den Beweg­gründen. Die fristlose Kündigung sei damit gerechtfertigt.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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