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Steuerrecht | 10.11.2022

Preisgeld

Fürs Lebenswerk? Preisgelder sind nicht immer steuer­pflichtig

Forschung und Publikation von Forschungs­ergebnissen gehören zu den Dienst­aufgaben als Hochschul­lehrer

(Finanzgericht Münster, Urteil vom 17.03.2022, Az. 13 K 1398/20 E)

Stehen erhaltene Preisgelder im Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit oder nicht? Diese Einordnung entscheidet darüber, ob die Einnahme versteuert werden muss oder nicht.

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Einnahmen aus Preisv­erleihungen sind nicht immer steuer­pflichtig. Wird etwa mit der Auszeichnung das Lebenswerk oder die Persönlichkeit eines Preis­trägers ausgezeichnet, fällt keine Steuer an. „Preisgelder sind nur steuer­pflichtig, wenn sie in einem untrenn­baren wirtschaftlichen Zusammenhang mit einer Einkunfts­art, zum Beispiel dem Arbeitslohn, stehen“, sagt Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuer­zahler. Über einen solchen Sachverhalt hatte kürzlich das Finanz­gericht Münster (Az. 13 K 1398/20 E) zu entscheiden.

Finanzamt versteuerte die Einnahmen

Ein Hochschul­professor hatte aufgrund seiner Habilitation und den daraus resultierenden Vorträgen und er­schienenen Fach­beiträgen einen Forschungs­preis gewonnen. Das zuständige Finanzamt versteuerte diesen als Einnahme. Der Hochschul­professor ging gerichtlich dagegen vor und wandte ein, der Erhalt des Preises sei nicht an sein Dienst­verhältnis gekoppelt und auch keine Gegen­leistung für seine Professoren­tätigkeit gewesen.

FG: Preisgelder für Forschung und Publikation sind einkommensteuerpflichtig

Das Finanz­gericht folgte der Argumentation des Mannes nicht und begründete seine Ent­scheidung damit, dass das Preisgeld im weitesten Sinne mit seiner Anstellung als Professor zusammenhängt. Die Forschung und Publikation von Forschungs­ergebnissen gehörten zu den Dienst­aufgaben als Hochschul­lehrer. Das Finanz­gericht hat die Revision des Falls wegen der Gesamt­bedeutung vor dem Bundes­finanz­hof zugelassen.

Fälle müssen immer im Gesamtzusammenhang betrachtet werden

Bei der Beurteilung der Steuer­pflicht kommt es laut dem Bund der Steuer­zahler auf die Gesamt­umstände und den Zusammenhang zwischen beruflicher Tätigkeit und wissenschaftlicher Arbeit an. In einem anderen Fall seien etwa Preisgelder für eine Forschungs­arbeit eines Arztes, die unabhängig von dessen beruflicher Tätigkeit in einem internationalen Forschungs­projekt erstellt wurde, schon als privat eingestuft worden und damit steuerfrei geblieben.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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