wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Wohnungseigentumsrecht | 29.09.2016

Vogelfutter

Füttern verboten: Eigentümer­gemeinschaft kann Vogelfutter auf Balkon verbieten

Eigentümer­gemeinschaft hat einen gesetzlichen Anspruch auf Unterlassen der Tauben­fütterung

(Amtsgericht München, Urteil vom 23.09.2015, Az. 485 C 5977/15 WEG)

Mit Beginn der kalten Jahreszeit legen manche Tierfreunde wieder Futter für Vögel aus. Doch Vorsicht: Wenn dadurch zu viele Tiere angelockt werden, muss das Vogelfutter möglicher­weise wieder entfernt werden. Denn andere Bewohner könnten dadurch belästigt werden.

Werbung

Meisen­knödel und Vogel­tränken dürfen nicht immer auf dem eigenen Balkon aufgestellt werden - zumindest nicht, wenn dadurch zahlreiche Tauben angelockt werden. In diesem Fall kann eine Eigentümer­gemeinschaft verlangen, dass das Vogelfutter entfernt wird, so ein Urteil des Amts­gerichts München (Amtsgericht München, Urteil vom 23.09.2015, Az. 485 C 5977/15 WEG).

Hausordnung verbietet das Füttern von Tauben

In dem verhandelten Fall hatte ein Eigentümer auf dem Balkon seiner Wohnung Vogel­tränken aufgestellt, Meisen­knödel aufgehängt und in den Blumen­kästen Rosinen als Vogelfutter ausgelegt. Das lockte viele Tauben an, die den Balkon bevölkerten. In der Hausordnung der Wohnungs­eigentümer­gemeinschaft heißt es allerdings: „Das Füttern von Tauben und Möwen auf dem Grundstück oder von Wohnungen aus ist nicht gestattet“. Zudem verstoße der Eigentümer gegen das Tier­fütterungs­verbot der Stadt München. Die Eigentümer­gemeinschaft verlangte deshalb, dass der Mann das Vogelfutter von seinem Balkon entfernt. Der Beklagte änderte sein Verhalten aber nicht.

Verstoß gegen die Hausordnung - Eigentümern stehen Unterlassungsansprüche zu

Das Amtsgericht gab der Klage der Eigentümer­gemeinschaft statt: Verstößt ein Eigentümer gegen die Hausordnung, stünden den anderen Eigentümern Unter­lassungs­ansprüche zu. Hier habe die Eigentümer­gemeinschaft außerdem einen gesetzlichen Anspruch auf Unterlassen der Tauben­fütterung. Durch das Auslegen von Vogelfutter locke der Beklagte Tauben in letztlich nicht kontrollier­barer Zahl an. Damit bestehe auch eine konkrete Gesundheits­gefährdung.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 1 (max. 5)  -  2 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#3101

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d3101
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!