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Ordnungswidrigkeitenrecht und Verkehrsrecht | 01.07.2022

Bußgeld

Fußgänger­verband fordert höhere Bußgelder für schwere Autos

Verband sieht auch die Hersteller der SUVs in der Verantwortung

(Amtsgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 03.06.2022 - OWi 533 Js-OWi 18474/22)

Ein Autofahrer wird wegen seines Fahrzeugs zu einer höheren Strafe verurteilt. Er war in einem SUV unterwegs. Der Fußgänger­verband fordert nun generell höhere Bußgelder in solchen Fällen.

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Nach einem Urteil über ein höheres Bußgeld für einen SUV-Fahrer in Frankfurt spricht sich der Fußgänger­verband Fuss für härtere Strafen bei Vergehen mit schweren Autos aus. Das Fahren eines SUVs („Sport Utilitly Vehicle“) sei grund­sätzlich gefährlicher für andere Verkehrs­teilnehmer, sagte Verbands­sprecher Roland Stimpel. Im Vergleich zu kleineren Autos sei die Frontpartie hoch und senkrecht. „Bei einem niedrigen Fahrzeug mit einer runden Front kann man zwar auch übel gestoßen werden, aber man kann noch ein wenig abrollen“, erklärte er. Zudem sei die Sicht der SUV-Fahrer oftmals hoch angesetzt. Dadurch könnten Fahrer kleine Kinder übersehen.

Über Rot gefahren: AG erhöht Geld­buße für SUV-Fahrer

Hintergrund ist ein Gerichts­urteil des Amts­gerichts Frankfurt. Im konkreten Fall war ein Mann in Frankfurt an einer Ampel geblitzt worden, die bereits seit mehr als einer Sekunde Rot war. Die Richter setzten die im Bußgeld­katalog aufgeführte Regelstrafe von 200 Euro auf 350 Euro hoch und verhängten zudem ein einmonatiges Fahrverbot. Die Begründung: Durch die kasten­förmige, hohe Form der Gelände­wagen sei das Verletzungs­risiko etwa für Fußgänger wesentlich größer gewesen. Das Urteil ist noch nicht rechts­kräftig. Laut Amtsgericht geht es vor das Oberlandes­gericht.

Fußgängerverband fordert höhere Strafen

Der Verband Fuss befürwortet höhere Strafen, die sich aber nicht nur auf SUVs beschränken sollten. Rechtlich seien SUVs schwer von anderen Fahrzeugen abzugrenzen, da beispiels­weise Transporter und Minivans ähnliche Eigen­schaften aufweisen würden. grund­sätzlich solle gelten: „Je schwerer und verletzungs­trächtiger eine Front konstruiert ist, desto höher muss Buße für diejenigen sein, die leichtsinnig fahren.“ Neben den Autofahrern sieht der Verband die Hersteller der SUVs in der Verantwortung: „Bei der Konstruktion von Autos sollte man aber nicht auf nur die Bedürfnisse des Autofahrers achten, sondern auch auf die Sicherheits­bedürfnisse aller anderen, die auf der Straße unterwegs sind.“

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ADAC: „Ein schwieriger Fall“

Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) wollte das Urteil aus Frankfurt zunächst nicht kommentieren. „Es handelt sich um einen schwierigen Fall“, sagte ein Sprecher. Es sei noch nicht genau klar, warum die Richter das Bußgeld erhöht hätten. Schließlich habe der SUV-Fahrer laut dem Urteil bereits Voreintragungen im Fahr­eignungs­register.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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